Freude durch Kraft!

Nun will Hannelore Kraft von der SPD Langzeitarbeitslosen eine neue Freude machen. Sie sollen Senioren in Altenheimen Bücher vorlesen, die Straßen kehren und sich in Sportvereinen nützlich machen.
Da kommt Freude auf! Freude durch Kraft.
Denn die Hartz IV Empfänger sollen für die geleistete Arbeit einen symbolischen Geldbetrag dazuverdienen können. Dadurch würden sie sich wieder als wertvoll für die Gemeinschaft empfinden. Weiterlesen

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Wahlwerbung für die kommende Landtagswahl

Spätrömische Dekadenz

Über Westerwelles Aussage von der „spätrömischen Dekadenz“ in der Hartz-IV-Debatte sagte der ehemalige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler der Tageszeitung „Die Welt“: „Die spätrömische Dekadenz bestand darin, dass die Reichen nach ihren Fressgelagen sich in Eselsmilch gebadet haben und der Kaiser Caligula einen Esel zum Konsul ernannt hat.“

Insofern stimme Westerwelles Vergleich, sagte Geißler weiter:
Vor 100 Tagen sei „ein Esel Bundesaußenminister geworden“.
Donralfo fragt: Ist das nicht eine Beleidigung für alle Esel? Hat diese wunderschöne nette und freundliche Tierart diesen Vergleich verdient? Ich meine nicht.

Foto: Pmarkham (Flickr.com)

Lasset die Hartz IV Kinder zu mir kommen…

Bei Ottmar Schreiner fand ich dieses hier:  Gedichte von Rolf Hochhuth

Rolf Hochhuth hält in Versen fest , was ihm am Tage auffiel, was ihn ärgerte oder erfreute. So ärgern ihn auch Dinge, die mich ärgern. Hier zwei Gedichte, die ich Ihnen empfehle: Lasset Hartz IV-Kindlein zu ihr kommen! und Flaschenpfand.

Die Äpfel-Frage

Kann man von einem Baum, an dem 10 Äpfel hängen , 70 Äpfel pflücken?

Jeder, der  sich für Sanktionen gegen Arbeitslose ausspricht, muss diese Frage auch mit einem entschiedenen JA! beantworten. Denn: Auf jede freie Stelle kommen 7 Arbeitslose. Und da kann man auf die Arbeitslosen einprügeln, wie man will, es bleiben immer 6 von 7 weiterhin arbeitslos. Da können sich die Arbeitslosen noch so sehr anstrengen und noch so sehr mit Sanktionen „motiviert“ werden . Da es nicht genügend Arbeitsplätze gibt, bleiben immer 6 von 7 auf der Strecke!

Jemand, der glaubt, von einem Baum 70 Äpfel pflücken zu können, an dem aber nur 10 Äpfel hängen, sollte seine Rechenkünste verbessern, bevor er sich über die (Un)Finanzierbarkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens Gedanken macht. Dieser Seitenhieb ist an alle gerichtet, die Sanktonen befürworten und ein BGE für nicht finanzierbar halten.

Zurück zum Thema: Wenn also immer 6 von 7 auf der Strecke bleiben, egal, mit welchen Sanktionen gearbeitet wird, dann gibt es nur 3 Möglichkeiten:

a) ein Systemwechsel, damit die Anzahl der Arbeitsplätze wieder steigt, da sich beim jetzigen System die Zahl der Arbeitsplätze durch Globalisierungsdruck, Zwang zur Produktivitätserhöhung (Menschen durch Maschinen ersetzen) & Co. ja ständig verringert.

b) bedingungsloses Grundeinkommen

c) solange auf die Arbeitslosen einprügeln, bis 6 von 7 zu Tode geprügelt worden sind.

Und jetzt sollte sich jeder mal fragen,

– warum die Selbstmordrate unter Arbeitslosen sehr viel höher ist als beim Rest der Bevölkerung und daran die Saktionen nach § 31 SGB II einen gehörigen Anteil haben (neben den Hartz-IV-Hetzkampagnen durch die Medien)

– warum viel mehr Arbeitslose durch Hartz-IV obdachlos werden als durch die alte Sozialhilfe

– warum Lebensmittel für 12 Milliarden Menschen produziert werden und dennoch jeden Tag (!) 25 000 Menschen, darunter 12 000 Kinder eines qualvollen Hungertodes sterben.

Das lässt nur den einen Schluss zu:

Kommunismus war Massenmord. Raubtier-Kapitalismus ist Massenmord

Die Abschaffung der Sanktionen ist ein Schritt unter vielen, um dem Raubtier-Kapitalismus die Zähne zu ziehen. Man kann natürlich auch der Meinung sein, was kümmert es mich, wenn Millionen von Menschen qualvoll verhungern, solange mein Teller voll ist und mit vollem Magen und unter Realitätsverlust leidend fordern, wer etwas essen will, der soll arbeiten gehen…

Quelle Klick
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Liebe Freunde –

folgende Petition ist eben in der Petitionshotline des Bundestages freigeschaltet worden:

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Petition: Arbeitslosengeld II – Abschaffung der Sanktionen nach § 31 SGB II

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, sofort die Sanktionen nach § 31 SGB II abzuschaffen.

Begründung: § 31 SGB II verletzt die Menschenwürde und die Freiheit zur Entfaltung der Persönlichkeit und wandelt die gebotenen Hilfestellungen des Staates zu Zwangsmaßnahmen um. Abzüge vom absoluten Lebensminimum können nur durch Hungern kompensiert werden. Die Sanktionierung mit Hunger oder mit gesellschaftlicher Ausgrenzung steht auf derselben Stufe wie die Sanktionierung durch unmittelbare staatliche Gewalt.
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Ihr findet die Petition unter:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=6785

Bitte unterschreibt diese Petition und leitet den Link an Freunde und Bekannte weiter.

Wenn innerhalb der nächsten 3 Wochen mehr als 50.000 Unterschriften zusammen kommen, muss die Petition öffentlich im Bundestag verhandelt werden!

Eine vorzügliche Zusammenstellung von Fakten zur Sanktionspraxis in Deutschland und der Gründe, die gegen die Sanktionen sprechen, findet ihr auf:

http://www.sanktionsmoratorium.de/

Mit herzlichem Gruß

Ralph Boes

Mitnahmementalität

„In Ost wie West gibt es eine Mentalität bis weit in die Mittelschicht hinein, dass man staatliche Leistungen mitnimmt, wo man sie kriegen kann.“

Im letzten Jahrzehnt hat man nicht nur von unserem Ex-Bundeskanzler vorwurfsvolle Töne über diese sogenannte „Mitnahmementalität“ zuhauf gehört. Besonders Vertreter der FDP wie Herr Westerwelle aber auch führende Manager der Wirtschaft haben diese fiese Eigenschaft der schmarotzenden Sozialhilfeempfänger und kleinen Leute immer wieder angeprangert. Weiterlesen