Euphorie im Januar

Brr ist das kalt. Es ist ARSCHKALT!!!!
Irgendjemand hat den Winterbutton gedrückt und vergessen wieder loszulassen. Hee Petrus. Halloooooo?
Du da oooooben!
Und trotzdem bin ich gut drauf. Ja sogar sehr gut. Ehrlich gesagt bin ich zur Zeit regelrecht euphorisch.
Warum?
Hmm, tja – ein unerwartetes Geschenk im Januar, obwohl ich erst im November Geburtstag habe. Weiterlesen

Tod von Robert Enke wird vermarktet

Vielleicht hätte ich den „Nachtwächter“ ernster nehmen sollen, der über die HAZ von „Journaille“ sprach. Ich fand das Urteil ein wenig zu hart über meine geliebte Tageszeitung, im der ich jeden Morgen so gern schmökere.
Ich hatte auch nichts dagegen, daß in dieser Woche ausführlich über den Freitod von Robert Enke berichtet wurde. Natürlich interessierten mich die Motive und der Abschiedsbrief des auch bei mir beliebten Torwarts. Natürlich nimmt man Anteil am Schicksal seiner Witwe und denkt über die armen Lokführer nach, die durch solch einen Selbstmord auf den Gleisen traumatisiert sind.
Selbstverständlich muß auch die Krankheit Depression mehr in den öffentlichen Fokus gerückt werden, damit sie enttabuisiert werden kann. Die spontanen Trauerfeiern vorm Stadion, die Andacht in der Marktkirche und der spontane Trauermarsch waren anrührend, Ich kann verstehen, daß Menschen Rituale brauchen, um Abschied von Jemand nehmen zu können, der ihnen viel bedeutet hat. So weit – so gut. Weiterlesen

Christ und psychische Krankheit

Bild: Holger Meyer (pixelio.de)

Behandlungsbedürftige Depressionen sind eine Volkskrankheit in Deutschland von der auch viele Christen nicht verschont bleiben. Viele psychisch kranke oder gestörte Menschen kommen regelmässig in unsere Gottesdienste oder sind Gemeindemitglieder in unseren Kirchen und Freikirchen. Die gute Nachricht von unserem Retter und Herrn Jesus Christus gibt vielen von ihnen eine Hoffnung auf Heilung und Befreiung und viele Pastoren und Leiter machen ihnen auch Hoffnung auf Hilfe durch Seelsorge und Gebet. Aber was passiert, wenn der Glaube, das Gebet und die Seelsorge nicht helfen? Wie gehen wir mit unseren psychisch erkrankten Gemeindemitgliedern um?

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Jesus wird zu Weihnachten vermisst


Uff! Mal wieder geschafft. Weihnachten liegt hinter uns. Gottseidank.
Tannenbaum und Geschenke, leckeres Essen und viel Spaß mit der ganzen Familie, trotz Bronchitis und beginnender Lungenentzündung.
Es gibt ja Antibiotika – dem Herrn sei dank.
Ich habe nur mal wieder Jesus beim Fest vermisst. Eigentlich wollte meine Frau die Weihnachtsgeschichte aus der Voxbibel vorlesen, aber das ist in der Kocherei und dem Familientrubel am Heiligabend mal wieder untergegangen.
Es möchte ja auch niemand gerne an Jesus, den Urheber des Festes erinnert werden.
Der könnte einen ja an seine Schuld und Sünden erinnern, oder gar daran daß wir den Armen und Obdachlosen etwas von unserem Reichtum abgeben sollten.
Jesus kann ja später mal wiederkommen, nur nicht gerade auf seiner Geburtstagsfeier! Da sind wir zu beschäftigt.
Und darum hasse ich Weihnachten irgendwie. Jedes Jahr kommt ein anderer „Geist der Weihnacht“ und verführt uns zu Völlerei, fressen und Saufen und in eine schöne (oder traurige?) Familienidylle, die mit dem Stall von Bethlehem aber auch gar nichts mehr zu tun hat.
Ich bin dafür, lieber Weihnachten ganz ausfallen zu lassen, aber statt dessen ganz simpel mit Jesus zu leben. Kein Baum – keine Geschenke – keine Familienfeiern –
Die stillen Tage nutzen um in sich zu gehen und mit Gott zu kommunizieren im Wort Gottes und Gebet.
Nein – ich will kein Zeuge Jehovas werden ;-))
Aber der Weihnachtsrummel will und will mir einfach nicht gefallen, da kann ich machen was ich will.
Weihnachten ist für mich die traurigste Zeit im Jahr, weil ich da Jesus am meisten vermisse!

Traumata

Über Manfred habe ich schon erzählt. Er war ein Freund mit dem ich beten durfte, und der Jesus als Herrn seines Lebens annahm. Einige Jahre später starb er sehr sehr jung.

Der erste Mensch, dem ich den Herrn Jesus nahebrachte und der ihn in sein Leben aufnahm war allerdings meine Mutter.
Sie war klein und dick und hatte Diabetes. Nach einigen Jahren schwerer Depressionen und mehrerer Selbstmordversuche war sie schon jahrelang stabil und wieder recht fröhlich drauf. Weiterlesen

Depressivas Schönheit

Die Insel Depressiva ist ein großes Mysterium. Gestern fuhr ich in meinem Auto überland. Das Wetter war ungemütlich, dunkel und miesepetrig.
Nieselregen und vermatschte Strassen, alles düster und traurig.
In einem schönen großen Fachwerkhaus auf dem Lande kehrte ich ein.
Ein freundlicher weiser Mann redete mit mir, während ich es mir auf einem bequemen Sofa gemütlich machte.
Es war ein großer Raum mit dicken Holzbalken direkt unter dem Dach.
Ich erzählte ihm von meiner heimlichen Verschleppung nach Depressiva.
Da flüsterte er mir einen geheimen Trick ins Ohr, wie ich mein Los erträglicher machen könne. Weiterlesen

Absturz von der Lobpreisleiter

Neulich nacht hat man mich abgeholt während ich schlief. Irgendjemand ist der Meinung, daß ich besser zur Insel Depressiva passe, als zur Insel Musica.
Als ich die Augen aufschlug, war alles wie immer. Sonnenschein im Garten, die Vögel zwitscherten, aber irgend etwas stimmte nicht an dem Bild. Etwas war falsch daran.
Ich schüttelte den Gedanken ab und machte „business as usual“
Aber alles lief nicht mehr so richtig rund.
Dann bemerkte ich neulich, daß mein Garten aus Wänden von Pappe mit aufgedruckten Fotos von Bäumen und Büschen bestand. Die Vogelstimmen kamen von einem endlos-Tonband.
Man hatte mich hereingelegt. Ich war wieder auf „Depressiva“
Vergessen – die lauen Sommernächte auf „Musica“
Vergessen – der feurige Wein.
„Jetzt gehts wieder anders rum“, grölte der Einpeitscher von fern, jetzt wird das Leben wieder grau gemacht, so wie es sich um diese Jahreszeit gehört!
Sein hysterisches Lachen verhallte in der Ferne und ich stand da. Allein.

„Listen to this, and I’ll tell you ‚bout the heartacheI’ll tell you ‚bout the heartache and the loss of GodI’ll tell you ‚bout the hopeless nightThe meager food for souls forgotI’ll tell you ‚bout the maiden with wrought iron soul“

Jim Morrison (The Wasp)