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Oh Happy Day

Mein guter Freund Klaus Dietzler war gestorben. Und nun war ich gefragt.

Viele Jahre zuvor kam ich einmal mit meiner Gitarre in die christliche Bücherstube in der Hildesheimer Strasse gegenüber dem Mormonentempel.

Mit den Mormonen hatten die Inhaber der Bücherstube rein gar nichts zu tun – der Laden befand sich nur zufällig dort.

Warum ich meine Gitarre dort auspackte und zu klimpern begann, weiß ich nicht mehr.

Ich fand zwei Akkorde, mit denen sich der Anfang von „Oh Happy day“ spielen ließ und ich fing an das Lied so aus dem Stegreif zu singen.., überlegte wahrscheinlich ob man das Lied im Gottesdienst singen könnte und woher ich den ganzen Text wohl bekäme, der mir nur teilweise geläufig war.
Klaus jedenfalls swingte sofort mit und meinte: Dieses Lied mußt du unbedingt auf meiner Beerdigung spielen! Ich lachte über den Scherz und Klaus meinte: „Nein, das meine ich ganz ernst! Ich wünsche mir daß du das tatsächlich machst!“
Ich glaube, daß ich mich vor Lachen eher ausgeschüttet habe, denn Klaus war noch jung und fit und seine Beerdigung noch so weit entfernt – ich hielt es für einen von Klaus Scherzen, sein Humor war öfter recht skurril und ich liebte das. „Und dann sollen wir wohl auf deinem Grab tanzen?“ fragte ich höchstwahrscheinlich zurück, „und so richtig Party machen?“
Klaus meinte, der Tag an dem er durch die Himmelstür gehen würde sei doch wohl ein Freudenfest für ihn und er wollte nicht, daß man um ihn trauern solle, sondern sich mit ihm freuen, daß er dann beim Herrn sei – in der himmlischen und ewigen Freude!

Über die nächsten ungefähr 20 Jahre erinnerte mich Klaus nun immer wieder an das „Versprechen“, daß ich ihm angeblich gegeben hätte – auf seiner Beerdigung dieses Lied zu singen. Ich konnte mich nicht an eine Zusage meinerseits erinnern, aber Klaus beharrte darauf, daß wir da einen „Vertrag“ hätten!
In der Zwischenzeit hatte ich einige schwerwiegende gesundheitliche Probleme, so daß ich daran zweifelte, ob er wirklich vor mir an der Himmelspforte klopfen würde, aber dann kam dieser Tag plötzlich aus heiterem Himmel: Eine spontane Gehirnblutung, die sich durch nichts angekündigt hatte.
Einige Tage vorher hatte mir Klaus noch putzmunter auf den Anrufbeantworter gesprochen und dann diese menschliche Tragödie.
Ich brachte es bis heute nicht über mich, diesen Anruf zu löschen und habe mir seine Stimme wieder und immer wieder noch einmal angehört.
Erst wenige Wochen vor seinem plötzlichen Tod hatte mich Klaus noch einmal an das Versprechen erinnert und ich war wirklich über die Jahre schwach geworden – ich sagte tatsächlich zu, glaube ich.

Und nun war ich in der Pflicht, seinen letzten Willen zu erfüllen. Allerdings hatte ich seit Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit auf einer Bühne gestanden, ja ich war heftig traumatisiert von „christlichen Bühnen“ – es war mehr als eine Herausforderung für mich, es war ein Riesenberg, der vor mir lag.
Nicht allein, daß ich von der christlichen Bühne traumatisiert war, Klaus hatte sein Ableben dazu auch noch sehr ungünstig für mich gelegt: Ich befand mich kurz vor einem psychosomatischem Klinikaufenthalt, weil sich zu meinen üblichen tiefschwarzen Depressionen noch eine ätzende Angst- und Panikstörung gelegt hatte, die mir die Luft zum atmen raubte.

Wie sich herausstellte, hatte mein Freund nirgends einen anderen letzten Willen geäußert oder schriftlich niedergelegt so daß sein Liedwunsch „Oh Happy day“ im Prinzip das Einzige war, was er ausdrücklich und nachdrücklich festgelegt hatte – alle engen Freunde im Hauskreis wussten davon, denn er hatte das des öfteren in geselligen, launigen Runden verlautbart.
Einige Tage vor der Trauerfeier ging meine Gitarre kaputt. Damit war ich total überfordert, denn in meinem jämmerlichen Zustand brachte ich nicht die Kraft auf, die Gitarre zur Reparatur zu bringen.
Ich rief Jochen an, der sich bereit erklärt hatte mich am Keyboard zu begleiten. Der hatte Verständnis und Zeit das für mich zu erledigen, so daß mir eine letzte Ausrede (Gitarre kaputt) abhanden kam.

Auch einige andere Freunde der Hauskirche würden mit mir zusammen auf die Bühne kommen, um den Lobpreisteil der Trauerfeier für Klaus zu gestalten – das nahm mir einen Teil der Last ab.
„With a little help from my friends“ schien es mir nicht mehr ganz so unmöglich diese Trauerfeier zu einer Jubelparty umzufunktionieren. Na gut, sagen wir lieber: Diese Trauerfeier zu überleben!

Irgendwie hatte  sich in meinem Herzen der Gedanke festgesetzt: Und wenn ich dabei draufgehe, was auch immer mit meiner verwirrten und durchgedrehten Psyche geschieht – ich werde auf diese Bühne gehen und meinem besten Freund die letzte Ehre erweisen. In der Hoffnung, daß er vom Himmel aus zusieht und zu schätzen weiß was ich für ihn tue.

Es wurde eine sehr bewegende Feier im Gemeindesaal der Baptisten in der Walderseestraße. Die Predigt und die verschiedenen Ansprachen waren einzigartig; der Saal gerammelt voll.

Wieder Erwarten konnte ich meinen desolaten Seelenzustand für die ganze zeit völlig beiseite schieben, als es für mich ernst wurde. Ich fand sogar plötzlich die Kraft und Leichtigkeit eine Ansage zu dem einigermaßen ungewohnten und von vielen möglicherweise als unpassend empfundenen Lied „Oh happy day“ zu machen. Ja ich fühlte mich sogar wunderbar getragen und geborgen vom heiligen Geist, dem Geist der Freude – dem Geist der Auferstehung!

Und das Alles kam mir wieder von Neuem in den Sinn, als ich neulich die Osterausstellung in derselben Gemeinde besuchte und von einer mir völlig unbekannten Schwester auf das Lied angesprochen wurde: Sie waren das doch, der damals bei der Trauerfeier für Klaus Dietzler Gitarre gespielt hat! Das hat sich bei mir irgendwie völlig eingebrannt! OH HAPPY DAY!

Herzkasper

Nach dem Versuch, das Büchlein über meine Herzoperation, die Folgen und Verarbeitung bei Amazon als E-Book zu verkaufen habe ich es jetzt wieder auf meinem WordPress-Blog online gestellt.

Ich denke, auf diese kostenlose Weise erreiche ich mehr Leute.

Als es zuerst auf meiner ehemaligen Webseite Donralfo.de erschien, zählte der Seitenzähler zumindest einige tausend Aufrufe und ich erhielt eine reihe E-mails von Betroffenen, die mich teilweise sogar um Rat baten, weil sie in sich in einer ähnlichen Situation befanden.

Hier der Link zum “HERZKASPER“!

Der Knallbottich

Nach langer Zeit höre ich mal wieder King Crimsons „Larks‘ Tongues in Aspic“ und erinnere mich an das winzige verqualmte Zimmer in dem der Knallbottich stand.
Er war ein riesiger grüner Glasballon, den mein Vater einmal zur Weinherstellung verwendet hatte.

Ich hatte ihn ein wenig zweckentfremdet und eine Art Wasserpfeife daraus gebastelt. Ein Glaskolben wurde mit einem Sieb Versehen und ein langer Schlauch aus dem Gartencenter daran befestigt, so das der Rauch des Haschisch durch einige Liter Wasser gekühlt und gereinigt wurde.

Der Vorteil war, dass man kaum noch hustete, obwohl man sehr tief einatmen musste, um an den begehrten Rauch zu gelangen. Der zweite Vorteil war, dass das Rauschgift viel mehr „knallte“ als der übliche Joint, weshalb wir ihn auch „Knallbottich“ nannten.
Außerdem war er bei Kerzenlicht und Musik auch unsagbar gemütlich.
Und so hörten wir die psychedelische Musik von King Crimson umso konzentrierter und entspannter und ließen uns einfach treiben..

Dieser Knallbottich war grün und verzerrte die Gesichter und Flammen der Kerzen, wenn man hindurch schaute.
Und jeder träumte von einem anderen Land, einer anderen Zeit oder Dimension.
Ich vergaß meine furchtbar nüchterne, graue Handwerkslehre, die so gar nicht zu mir passte und auch keine Zukunft hatte.
 Ich würde einmal vielleicht ein Guru oder geistiger Lehrer sein, oder zumindest ein weiser Mann mit langem Haar und Bart; und ahnte nicht, dass ich einfach nur ein verstörter junger Mann mit vielen psychischen Problemen war.
Aber zumindest hatte ich viel Phantasie und konnte von einer besseren Welt träumen..
Wir Hippies würden ja die Welt verändern!

Lobpreis und Anbetung

Hebr 12,1    Deshalb laßt nun auch uns, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, jede Bürde und die leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer laufen den vor uns liegenden Wettlauf,
indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen die Schande nicht achtete und das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.
Denn betrachtet den, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet und in euren Seelen ermattet!
  (Revidierte Elberfelder Bibel 1985)

Erst einmal ermutigt es mich, daß es offenbar ÜBERHAUPT eine Möglichkeit gibt seine Bürde abzulegen!
Gilt das nicht auch für meine dunkelen depressiven Gedanken die mich so oft niederdrücken? – Ich glaube JA!
Ich soll mit Ausdauer den Wettlauf meines Lebens laufen? Da bin ich ja schon bei dem bloßen Gedanken an Laufen erschöpft!
Wie soll ich das jemals schaffen können?
Aber Gottseidank kommt dann ein guter Rat wie ich das schaffen kann: Meine Bürde ablegen und mit Ausdauer im Leben laufen.

indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens,

Es  heißt im griech. Urtext nicht nur HINSCHAUEN, sondern von allem anderen weg auf Jesus schauen!

Ich soll wegschauen von all dem Schmerz, der Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit, von all der Traurigkeit und Angst, und von allem Leid der Welt – und auf JESUS  blicken.
ER ist der Anfänger und Vollender meines Glaubens, denn nicht einmal DAS schaffe ich ohne seine Hilfe.
Gottseidank muss ich gar nicht selber an ihn glauben. Glaube ist sein Geschenk an mich!

Und wenn ich anfange auf IHN zu blicken und mir zu vergegenwärtigen wer er ist und was er für mich getan hat, dann fange ich an ihm zu danken und ihn zu loben!
Das ist der Beginn des Lobpreises und der Anbetung.
Wenn ich länger dabei bleibe auf ihn zu schauen und ihm zu danken, dann geht das Lob und der Dank manchmal in Anbetung über. Ich möchte ihm sagen, wie sehr ich ihn liebe und ihm mein ganzes Herz zu Füßen legen und einfach nur bei ihm sein – in seiner Gegenwart.
Und dort denke ich nicht mehr an meine schwere Last. Ich kann aufatmen und fühle mich leicht und geborgen.

Wie schaut man auf Jesus und was muß ich eigentlich dafür tun?
Es ist hilfreich seine Worte und Taten in den Evangelien zu lesen um sich Jesus vor Augen malen zu lassen.
Es hilft ein Loblied zu singen um sich auf ihn zu konzentrieren. Das muss überhaupt nicht perfekt sein und ich brauche keine tolle Stimme dafür, denn Gott sieht doch in mein Herz und weiß wie ich es meine. Er schaut nicht auf die Äußere Form.
Und wenn ich zu schwach zum singen bin dann kann ich mir ein Lobpreislied von anderen anhören – mit einem guten Text.
z.B. dieses hier:

Und wenn wir es schaffen auf IHN zu schauen haben wir eine wunderbare Verheißung in Psalm 34:

Ps 34,4  Preiset mit mir den HERRN, und lasset uns miteinander seinen Namen erhöhen! Da ich den HERRN suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.
Die auf ihn blicken, werden strahlen, und ihr Angesicht wird nicht erröten.
(Schlachterbibel 1951)

Dunkle Tage

Gedanken vom „Glimmenden Docht“ (Ruth) aus dem Depressionsforum.

Immer, wenn so wie jetzt, meine Tage dunkel sind, sitze ich in diesem Turm.
Alle Türen sind fest verschlossen, kein Trost, kein Licht, kein Liebesbeweis, kein Geschenk, nichts Positives erreicht mich.
Nichts dringt von außen durch die dicken Mauern,
und hier drinnen tobt der Kampf um meinen Glauben.

Alles stelle ich in Frage, jedes Bibelwort ist Mahnung, nicht Auferbauung, jedes Gebet ein Schrei nach Befreiung.
Ich bin nur mit mir beschäftigt,
und an den Mauern rings um mich her sind alle meine Fehler, Sünden, Macken, Versäumnisse und falschen Motive aufgereiht,
damit ich sie bloß nicht vergesse!

Ich hocke am Boden, zusammengekrümmt, weinend,
ohne Hoffnung, wie ein kleines, total verängstigtes Kind.

Und wenn es ganz schlimm kommt, stehe ich oben auf dem Turm
und mein Quälgeist rät mir, doch zu springen,
dann sei ich endlich erlöst, frei von dem Turm,
und bei Jesus.

Aber wie immer lügt er! Das weiss ich sicher: wenn ich auf ihn höre,
werde ich nicht dort sein, wo ich sein will!

Also halte ich durch, irgendwie,
und ganz sicher mit Jesu Hilfe, weil meine Kraft dazu nicht reicht.

Es wird wieder Tage geben, die gut sind,
die mich Gottes Güte sehen lassen,
so dass ich überfließe vor Dankbarkeit,
und die mir ab und zu einen Hüpfer in meinem Herzen schenken,
der mich daran erinnert, wie Freude sich anfühlt.

Herr, ich danke Dir, dass Du dableibst!
Amen

The show must go on

In der Ausgabe vom 18.01.2011 nimmt der aktuelle Artikel  von „GEISTbewegt“ Bezug auf ein Tabuthema unter evangelikalen und pfingstlich orientierten Christen: Selbstmord!
Nun kommen Selbstmorde auch unter entschiedenen Christen vor, aber wenn der Selbstmörder auch noch ein „Heilungsevangelist“ ist? Dann…. ja dann spricht man schon nicht gerne öffentlich darüber und hält alles lieber unter dem Mantel des Schweigens. Na klar – eine Familie ist zurückgeblieben, der man nicht auch noch zusätzlich weh tun will – verständlich!
Aber wirft solch ein Suizid nicht auch schwerwiegende Fragen auf, welche ALLE „geistbewegten“ Christen etwas angehen?

In wieweit ist das christliche System mit seinem möglicherweise gnadenlosen geistlichen Leistungsdruck eine Ursache?
Wird überhaupt über solche Ursachen nachgedacht? Oder ist das nur Privatsache und der Mann war einfach nur krank?  Auf der Homepage des BfP heißt es nur lapidar: „Pastor Ekkehard Kreuzritter ist verstorben und in die Ewigkeit gegangen“.
Auf seiner eigenen Homepage gibt es zwei Werbefilme für den Heilungsevangelisten, die ihn in seinem „dynamischen“ Dienst zeigen. Wieviel Kraft solch ein ständiges Stehen in der Öffentlichkeit für einen seelisch kranken Menschen kostet kann wohl niemand ermessen, der nicht ähnliches durchlebt hat. In welch tiefe Verzweiflung muß solch ein Mann abgestürzt sein, der nicht nur selbst an göttliche Heilung glaubt, sondern sie auch offensiv predigt, lehrt und ausübt? Wie fern von jeder menschlichen und göttlichen Hilfe, ja wie einsam muß Ekkehard Kreuzritter gewesen sein?

„Bruder Ekkehard hatte mutig gekämpft und sich auch fachlich begleiten lassen“steht in seinem Nachruf.

Aber warum hat diese „fachliche Begleitung“ ihm nicht geraten sich aus dem Stress und Leistungsdruck der Öffentlichkeit zu verabschieden? ER schreibt in einem Gebetsaufruf:

„Auch meine Gesundheit möchte ich Dir und Deiner Fürbitte anbefehlen. Der Apostel Paulus war unter den Korinthern (1.Kor.2,4) in Schwachheit, Furcht und Zittern und diente ihnen trotzdem vollmächtig. Mir geht es häufig ähnlich und das bedeutet auch für meine Frau und unsere Familie eine Herausforderung.“ 

Ist der „Dienst für den Herrn“ wichtiger als die eigene Gesundheit und die eigene Familie? Er hinterlässt Frau und vier Kinder.
Ausnahmsweise möchte ich in diesem Zusammenhang mal das Video des christlichen Heilungspredigers Stefan Driess weiterempfehlen, dem Gott in einer Vision den „christlichen Jahrmarktsrummel“ gezeigt hat. Ich empfehle nicht generell diesen Mann oder seinen Dienst, denn meiner Ansicht nach ist er selbst eher ein Teil des Problems „christlicher Jahrmarkt“. Interessant ist für mich nur die erste halbe Stunde, bevor die Predigt richtig losgeht.

Zur veranschaulichung der Problematik hier mal das Video von Queen „The show must go on“, welches die grundlegende Problematik eines „Bühnenstars“ sehr gut veranschaulicht. Eben so, wie Freddy Mercury singt habe ich mich übrigens selbst in meiner intensivsten charismatischen Periode als Bibellehrer und Lobpreisleiter im CTZ Hannover gefühlt:
Inside my heart is breaking, my makeup may be flaking, but my smile… still stays on!

Empty spaces, what are we waiting for
Abandoned places, I guess we know the score
On and on, does anybody know what we are looking for
Another hero, another mindless crime
Behind the curtain in the pantomime
Hold the line, does anybody want to take it anymore
The show must go on, The show must go on
Inside my heart is breaking
My make-up may be flaking, but my smile… still stays on
Whatever happens I’ll leave it all to chance
Another heartache, another failed romance
On and on, does anybody know what we are living for
I guess I’m learning (I’m learning)
I must be warmer now
I’ll soon be turning (turning, turning) round the corner now
Outside the dawn is breaking
But inside in the dark I’m aching to be free
The show must go on, the show must go on, yeah
Oooh, inside my heart is breaking
My make-up may be flaking, but my smile… still stays on
Yeah oh, oh, oh
My soul is painted like the wings of butterflies
Fairy tales of yesterday will grow but never die
I can fly, my friends
The show must go on, yeah yeah
The show must go on, go on, go on
I’ll face it with a grin
I’m never giving in, on with the show
I’ll top the bill, I’ll overkill
I have to find the will to carry on
On with the, on wïth the show
The show must go on, go on, go on…

Allein

Allein in der Nacht.
Der Himmel weint in der Dunkelheit. Ebenso wie ich.
Dunkele Tannen heben sich schwarz am Horizont vom Himmel ab, während in der Ferne der Schnellweg rauscht.
Der Regen plätschert, tropft und rauscht.
Ab und zu ein metallisches Geräusch – die Regentropfen spielen mit dem Metallsessel.
Allein oder All-Ein?
Ich sitze hier allein bin aber dennoch ein Teil des gesamten Universums, bin verbunden mit allen Menschen die mich beeinflussen und die auch ich beeinflusse.
Ich spreche mit Gott und offenbare ihm meine tiefsten Gefühle und Gedanken. Ehrlich bis aufs Messer.
Gott ist still und schweigt – aber er ist da und hört zu.

Herr wohin sonst?

Schönes Lied. Ist mir in einem neuen Depressionsforum begegnet. Mal wieder was Neues, wo ich mich rumtreibe. Bin zur Zeit zwar alles andere als depressiv, zähle mich aber grundsätzlich zur Gemeinde der Depressivos 🙂
Und drüber reden und schreiben ist immer besser als schweigen und vor sich hin brüten. Und vielleicht kann ich ein paar Leuten dort ein wenig Hoffnung vermitteln.