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Das Herz voller Musik

Eph.5,18-20 Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geistes;  redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen; sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus;  (Schlachter 2000)

Mal wieder so eine starke, steile Forderung des weltfernen Apostels Paulus – oder liegt in diesen Versen des Epheserbriefes vielleicht eine Kraftquelle verborgen die durchaus das Potential hat unseren Alltag radikal zu verändern?
Sich nicht mit Alkohol (oder ähnlichen Substanzen) zu berauschen mag für den einen oder anderen ja schon Herausforderung genug sein, liegt aber für Nichtalkoholiker durchaus in greifbarer Nähe, auch wenn einem das Leben ohne das gewohnte Entspannungsbier oder das Glas Rotwein am Abend grau und fade erscheinen mag.

Vielleicht haben wir aber auch noch nie begriffen und erfahren was die weitaus bessere Alternative ist: Ständig  mit dem heiligen Geist erfüllt zu sein!

Der heilige Geist ist solch ein wunderbarer Freund und Begleiter. Er ist auch Ratgeber, Tröster und Beistand. Kann es etwas Besseres geben als ständig die wunderbare Nähe Gottes in seinem Inneren zu erleben?
Doch wie wird man voll Geistes? Garantiert nicht allein dadurch daß man auf Alkohol verzichtet, aber es kommt sehr wohl darauf an wovon unsere Seele, unser Herz und Denken erfüllt ist.

Gott erfüllt leere Gefäße

Ich bin davon überzeugt daß der Geist Gottes nur ein leeres Gefäß erfüllen kann. Er füllt ein Herz, daß hungrig und durstig nach Gott ist!

Mt 5,3    Selig sind die geistlich Armen; denn ihrer ist das Himmelreich!
Mt 5,6    Selig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten; denn sie sollen satt werden!

Unsere Sattheit, unser Erfülltsein mit allen möglichen anderen Dingen als Gott ist unser Problem. Und wenn wir unseren Mangel an Gottes Nähe spüren, wenn wir bemerken daß uns alle Dinge dieser Welt nicht wirklich zufrieden und glücklich machen ist dies Gottes Chance uns mit seinem übernatürlichen Leben, seinem wunderbaren Tröster zu erfüllen.  (Vgl. 2.Kön.4, 1-6)

Lobpreis, Dank und Anbetung sind der Schlüssel für ein geisterfülltes Leben

Die sehr urtextgenaue Elberfelder Bibel übersetzt Vers 19 aufschlußreich: sondern werdet voller Geist …indem ihr zueinander in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern redet und dem Herrn mit eurem Herzen singt und spielt!
Wenn wir diese Anweisung ernst nehmen und sie befolgen werden wir also auch erleben daß der Geist Gottes uns ständig neu erfüllt…

Es tut gut dem Herrn miteinander in der Versammlung der Geschwister im Geist zu singen, zu loben und zu danken – das kennen und erleben viele Christen und sind erfreut und gesegnet von der Fülle alter und neuer Lieder die von Gottes Geist inspiriert wurden. Was von Gottes Geist inspiriert wurde strahlt und atmet auch Gottes Geist aus wenn man von Herzen für den Herrn und füreinander singt und spielt. In dieser Athmosphäre erlebe ich Gottes Liebe und Nähe in ganz besonderer und kostbarer Weise. Deshalb brauchen wir die Gemeinschaft mit anderen Kindern Gottes.

Aber nicht jeder Tag ist Sonntag – die Versammlung (Der Gottesdienst) dauert eine Stunde – und bei den Pfingstlern oder Charismatikern durchschnittlich vielleich zwei. Und der Tag dauert 24 Stunden – was mache ich also den gesamten Rest der Zeit? Wie verbringe ich diese Zeit in der kein Gottesdienst ist?

Im Sinne des neuen Testaments ist der Gottesdienst nicht auf irgendein Gebäude oder eine bestimmte Uhrzeit beschränkt – der wahre Gottesdienst läuft 24 Stunden am Tag in deinem Alltag – am Sonntag gibt es nur die Vesammlung der Gläubigen um sich gegenseitig für den eigentlichen Gottesdienst im Alltag zu stärken und zu ermutigen!

Ich sehe jetzt im Geist so manchen meiner Leser mit hängender Zunge total erschöpft nur allein von dem Gedanken „jeden Tag 24 Stunden Gottesdienst“ vor dem Monitor hängen: „Wie soll ich DAS denn bloß schaffen, ich halte ja noch nicht mal die eine Stunde am Sonntag durch ohne innerlich komplett abzuschalten!“   
Wenn man den eigentlichen Gottesdienst im Alltag nur als eine Forderung Gottes begreift ist man auch tatsächlich schon am Ende bevor man überhaupt damit angefangen hat – zumal unser Gottesdienst auch beinhaltet uns tatkräftig um bedürftige Mitmenschen (damals: Witwen und Waisen) zu kümmern. (Jak.1,27)

Aber Jesus ist nicht gekommen uns Stress und Arbeit ohne Ende zu bescheren sondern um uns LEBEN zu schenken – und zwar im Überfluß! Sein Joch ist sanft und seine Last ist leicht.
Und dieses Leben ist die ständige Verbindung zu ihm, seine wunderbare Nähe durch den heiligen Geist der uns volkommen erfüllen will – bis das Gefäß unseres Herzens überfließt!

…singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen

Ich bin sicher daß jeder schon einmal erlebt hat wie es ist einen „Ohrwurm“ zu haben. Da hört man ein Lied im Radio, daß einem einfach nicht mehr aus dem Kopf geht…
In den schlimmsten Phasen meiner Depression und Angststörung bin ich fast täglich mit solch einem depressiven Ohrwurm aufgewacht. Oft waren es Songs aus meiner Vergangenheit mit denen ich mich identifiziert hatte – zumeist sehr traurige, melancholische oder tiefdepressive, düstere Songs. So in der Art wie „Riders on the Storm“, das letzte von Jim Morrison eingesungene Lied.
Und dieses traurige Lied begleitete mich bis zum Erbrechen den ganzen Tag und zog meine Stimmung runter. Irgendwann nervte es mich total, aber ich konnte diese Lieder nur sehr schwer loswerden – irgendwann hörte ich halt eine CD mit anderen melancholischen Liedern und dann hatte ich einen neuen Ohrwurm.

In den letzten 1-2 Jahren habe ich eine andere Art Ohrwurm wieder neu für mich entdeckt: Ohrwürmer die mich nicht runterziehen sondern aufbauen und gut draufbringen. Lobpreis und Anbetungsmusik auf CD oder im Internet. Es gibt jede Menge davon günstig auf Amazon gebraucht zu erwerben sowie kostenlos auf laut.fm oder anderen Portalen zu hören. Einfach die Stichworte Lobpreis, Anbetung, praise und worship auf Youtube oder Itunes etc. eingeben.

Ich habe mir Mp3 CDs fürs Autofahren zusammengeschnitten und beim Fitness höre ich regelmäßig verschieden Lobpreissender aus dem Internet.

 – Und siehe da: Statt der depressiven Ohrwürmer wache ich nun regelmäßig mit einem fröhlichen Lobpreislied am Morgen auf! 

Und diese Lieder vermitteln mir Zuversicht, Glauben und Freude statt eines betrübten und verzagten Geistes.
Diese Lieder bringen mich den ganzen Tag in eine Haltung der Dankbarkeit, des Gebetes und des staunens über Gottes große Güte und Gnade. Welch ein Unterschied! Statt der Trauergeister erfüllt mich nun der heilige Geist mehr und mehr…

Und mein Herz ist oft den ganzen Tag voller Musik – ja ich fange auch wieder an ab und zu Gitarre zu spielen und selber diese Lieder zu singen!
Das alles ist kein großes düsteres „MUSS“ sondern eine Quelle der Kraft und Freude, eine Quelle des übernatürlichen Friedens den nur Gott schenken kann.

Es ist leicht dem Herrn in seinem Herzen zu singen und zu spielen, keine Last oder Bürde! Ich fühle mich von Gott geliebt und angenommen, fühle mich durch Jesus von Lasten befreit unter denen ich so viele Jahre gelitten habe. Ängste und Sorgen fliehen und können sich nicht mehr in meinen Gedanken einnisten wie große schwarze Vögel. Sie fliegen wohl ab und zu vorbei und wollen sich niederlassen – aber wohnen müssen sie woanders!

Zu Pfingsten hörte ich von einem evangelischen Pfarrer eine bemerkenswert Predigt über die Erfüllung mit dem heiligen Geist. Er verglich die menschliche Seele mit einem Schwamm. „Wenn nun ein Schwamm im Wasser liegt“, sagte er, „womit wird er sich wohl vollsaugen?“ Natürlich mit dem Element in dem er liegt, ist doch klar.
Wie können wir dann erwarten mit dem heiligen Geist erfüllt zu werden wenn wir dauernd in allen möglichen anderen Elementen herumliegen anstatt in den Dingen Gottes?

sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus;

Engelbesuch

Früher als voll-power-Charismatiker hatte ich Sehnsucht nach sehr spektakulären und übernatürlichen Begegnungen mit Engeln. Heutzutage bin ich da wesentlich bescheidener geworden. Mir würde auch ein Engelbesuch ohne großartige Lichterscheinungen, Heilungen und Wundern ausreichen – so lange es mich in meiner Beziehung zu Gott ermutigt.

Als ich neulich im Krankenhaus lag und es mir sehr übel ging betete ich still zu Gott: Es wäre total genial wenn Du mir heute einen Engel vorbeischicken würdest der an meinem Bett steht und über mir Wache hält oder meine Hand hält damit ich mich nicht so fürchte. Ich habe solche Sehnsucht nach Deiner heilenden Gegenwart lieber Vater im Himmel.
Dieser Gedanke hatte einfach etwas Tröstliches an sich und wenn ich etwas erwartete, dann einfach eine Art unsichtbarer Gegenwart an meinem Krankenbett.

Der Tag verging langsam und mehr schlecht als recht als es nachmittags an der Tür klopfte. Eine mittelalte Dame von so ca. 50 – 60 Jahren kam herein, sagte daß sie vom Seelsorgedienst des Krankenhauses käme und fragte ob sie irgendetwas für uns Patienten tun könnte.
Da meine Bettnachbarn nicht antworteten, weil sie entweder zu krank waren oder ihnen nichts einfiel, meldete ich mich: „Wenn ich in der Lage wäre zu lesen würde ich sie bitten mir eine Zeitung zu besorgen, aber ich habe zur Zeit Probleme mich auf die kleine Schrift zu konzentrieren. Irgendetwas mit meinen Augen stimmt auch nicht, denn selbst mit Lesebrille funktioniert das nicht richtig  – ich bin einfach zu schwach“.
„Soll ich ihnen vielleicht vorlesen“? schlug sie vor. „Ich habe das zwar schon seit Ewigkeiten nicht mehr gemacht, weiß auch gar nicht ob ich das gut kann, aber einen Versuch würde ich machen wenn sie möchten“! „Das wäre ja genial“, erwiderte ich ungläubig. „Ich habe da vorhin auf dem Gang eine Hannoversche Allgemeine von heute liegen sehen, konnte mich aber nicht darauf konzentrieren. Vielleicht geht das ja mit dem Vorlesen“.

Die Dame ging hinaus und kam mit der herrenlosen Zeitung wieder. Sie setzte sich an mein Bett und fragte mich freundlich was mich denn interessieren würde. „Die Sportseite mit allem was da über Hannover 96 drinsteht“, gab ich zurück. Denn ich bin Fan und es ärgerte mich daß ich nichts von den wichtigen Europaleague-Spielen mitbekam. So fing die Dame an mir die Überschriften vorzulesen und ich wählte aus was sie vorlesen sollte, während ich mich im Bett entspannte.
Tränen rannen mir die Wangen herunter als sie anfing eifrig zu lesen. Vielleicht weniger weil meine Mannschaft so gut oder schlecht war sondern viel mehr weil ich begann zu erkennen, daß dies der Engel war, den Gott mir geschickt hatte…

 Viel Ausdauer hatte ich nicht und als der Engel mit den Sportseiten fertig wurde war ich schon erschöpft nur vom Zuhören. Wir unterhielten uns noch eine Weile und als sie ging war ich sehr glücklich und ermutigt! Engel sind ja dem Wortsinn nach nur Boten Gottes und es können himmlische Wesen oder auch ganz einfache Menschen sein…

In der Kirche umme Ecke

Sylle und ich waren heute in unserer evangelischen Kirche umme Ecke.
Nebst Chor und Adventsliedern gab es auch eine Taufe. Der Kleine und seine Schwester waren schon etwas älter und der erste wollte nicht mit Wasser benetzt werden und hat immer wieder NEIN gesagt. Auch den Segen der Pastorin (mit Handauflegung) wollter er nicht. Die Pastorin musste sich ganz schön Mühe geben 🙂

Und ich dachte bei mir: Sind wir nicht oft genauso? Gott möchte uns Gutes tun und unser Leben segnen, aber wir sind skeptisch und wollen lieber nicht, weil uns dieser Gott unheimlich ist 😉

Ich fragte mich auch warum Jesus gesagt hat: Ihr müßt umkehren und sein wie die Kinder wenn ihr in Gottes Reich hineinwollt.
Kinder haben doch meist ihren eigenen Kopp und wehren sich erstmal gegen alle gutgemeinten Warnungen vor dem Feuer oder dem überqueren der Strasse ohne auf die Autos zu achten!
Sie misachten doch grundsätzlich alle Mahnungen welche die Eltern aussprechen um sie zu schützen und müssen mit gaaanz langem Atem mühevoll erzogen werden…

Das personale Böse

Ich bin ihm noch nie persönlich begegnet: Dem Teufel als Person und realistischem Gegenüber. Luther soll angeblich mal ein Tintenfass nach ihm geworfen haben und Jesus stand dem Versucher in der Wüste leibhaftig gegenüber und sprach mit ihm.

Für die Naturwissenschaft existiert er ebenso wenig wie Gott, Engel oder andere Geistwesen.
Bei den meisten Esoterikern kommt er nicht vor – seltsam eigentlich, wo sie doch an die Existenz von Geistwesen glauben.

Ich habe keine Mühe an seine Existenz zu glauben, ich brauche nur meine Tageszeitung aufzuschlagen oder die Nachrichten im Fernsehen anschauen. Die Welt ist so voll von abgrundtief bösen Dingen das es zum Himmel stinkt!
Menschen werden von Menschen gefoltert, vergewaltigt und auf grausamste Weise zu Tode gebracht.
Psychopathen missbrauchen und ermorden Kinder. Die Mächtigen dieser Welt raffen allen Reichtum an sich und beuten die Kleinen und Schwachen aus – ohne Rücksicht und ohne Bedauern.
Kinder werden mit Sprengstoffgürteln oder Maschinengewehren zum Morden geschickt. Und wer erwischt wird und vor Gericht landet leugnet seine Taten und verhöhnt die Opfer oder ist sich einfach keiner Schuld bewusst. Siehe die Kriegsverbrecher aus Serbien oder Kambodscha.
Das Böse ist scheinbar allgegenwärtig und manchmal unbegreifbar.

Am stärksten habe ich mich bei einigen alten Fotos aus der Nazizeit gegruselt, die neulich in meiner Tageszeitung veröffentlicht wurden. Sie zeigten eine fröhliche Schar uniformierter Männer und Frauen mit Akkordeon und Gitarre singend und unbeschwert durch die Natur wandern.
Sie lachten und sahen richtig nett aus durch ihre Fröhlichkeit.
Es waren KZ-Wärter- und Wärterinnen aus Ausschwitz die einen freien Tag vom Morden hatten…
Offenbar belastete sie ihre Aufgabe nicht im Geringsten – es muß ihnen Vergnügen gemacht haben andere zu quälen und zu töten.

Für mich ist so etwas so unbegreiflich, daß ich es mir nicht mehr mit psychologischen Argumenten erklären kann.

So etwas kommt in der Natur ansonsten nicht vor: Tiere töten in der Regel um zu überleben und ihren Nachwuchs zu ernähren.
Aber diese perfide Bosheit, mit System und hoher Intelligenz und sogar noch Lustgewinn ganze Völker zu unterjochen und zu ermorden kommt nur beim Menschen vor. Und die Menschen lernen offensichtlich nicht. Immer wieder kommen neue Gaddafis, Assads und Osama Bin Ladens aus dem Schoße der Völker hervor. (Gehört George W. Bush vielleicht sogar auch zu dieser Brut?)
In den heutigen westlichen Demokratien tritt das Böse vielleicht nicht ganz so offensichtlich zu Tage, wir haben es irgendwie verfeinert und kultiviert. – Aber von Vernunft, Güte  und Gerechtigkeit sind wir weit entfernt. Das Böse ist bei uns nur nicht so offensichtlich und arbeitet mehr im Dunkeln.

Diese Affinität des Menschen zum Bösen, diese Krankheit das Gute zu wollen und dennoch stets das Böse und Egoistische zu tun ist eine Perversion die ich mir nicht anders als mit der Existenz des personalen Bösen, des Teufels, erklären kann.

Die perspektive der Bibel auf den Teufel, (Den Bösen) ist für mich die einzig logische Erklärung für das beständige Unheil und das Böse in der Welt.

Wir wurden von der Schlange verführt und aus dem Paradies vertrieben – und kein Weg führt dorthin zurück. Die Engel mit dem Flammenschwert stehen vor dem Eingang und lassen niemand mehr herein.
Wir haben uns freiwillig an das Böse verkauft und stehen seitdem unter seinem Einfluß. ER ist der eigentliche Herrscher in der Welt und zieht die Fäden heimlich hinter den Kulissen, denn wir gehören ihm ja. (2.Kor.4,4, Eph.2,2)
Der „Gott dieser Welt“, nämlich Satan, ist durch unseren Verrat an Gott unser Vater geworden und seine Gene wirken in uns weiter durch die Jahrtausende – und wir sind seine Marionetten.
Wenn da nicht ein Erlöser wäre, der den Vertrag zwischen uns und dem Teufel am Kreuz seiner Liebe zerrissen hätte.
Doch hier stellt sich ein Problem: Warum nur tun auch entschiedene Christen noch so viel Böses? Wir, die wir doch durch den Geist Gottes von neuem geboren wurden, eine komplett neue Schöpfung sind und aus dem Vertrag mit dem Bösen freigekauft wurden, warum lassen wir uns noch zum Bösen verführen? Wir haben doch Jesus zu unserem Herrn gemacht und wollen Gott von ganzem Herzen dienen? Und die selbe Perversion und Affinität zum Bösen steckt immer noch in unser aller Glieder wie ein Virus, daß nicht greifbar scheint.

„Röm 7,18    Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht! Denn nicht das Gute, das ich will, tue ich, sondern das Böse, das ich nicht will, übe ich aus.“ (Schlachterbibel 1951)

Wir mögen zwar formal aus der Macht der Finsternis freigekauft und erlöst worden sein – es zeigt sich aber nicht automatisch in der irdischen Realität sondern ist eine geistliche Wahrheit, die durch Glaube, Liebe und Gehorsam ständig neu ergriffen werden muß.
Was nützen mir aber geistliche Tatsachen und Wahrheiten die ich nicht ins alltägliche Leben umsetzen kann? Ich bin als Christ in einen geistlichen Kampf hineingeboren worden, dem ich mich nicht entziehen kann. In ein Spannungsfeld zwischen Himmel und Hölle, Gut und Böse, Geist und Fleisch.
Und ich muß immer wieder neu entscheiden wem ich in meinem Leben Raum gebe: Der Liebe und dem Geist Gottes oder dem Hang zum Bösen und Zerstörerischen, der sich sogar manchmal in fromme Gewänder kleidet.

Ein weiteres Rätsel ist für mich die Tatsache, daß es so viele Leute gibt die Gott (scheinbar) überhaupt nicht kennen und trotzdem liebevoll und guten Herzens sind. In der Tat habe ich manchmal den Eindruck, daß die Menschen der sogenannten „Welt“ die nicht viel oder gar nichts mit Gott am Hut haben oft weit uneigennütziger und liebevoller handeln als wir „offiziellen“ Christen.
Wie geht denn das ohne die Hilfe Gottes? Wie kann man dem Bösen widerstehen ohne den Glauben und den Geist Gottes? Wie kann man selbstlos handeln – ohne das Vorbild der selbstlosen Liebe unseres Herrn Jesus? Kommt Freunde – es ist eine Realität: Es gibt viele gute Menschen auf der Welt! Und wir Christen spiegeln durch unser Handeln nicht immer die Güte Gottes wieder!

Kann man auch ohne Jesus zu kennen dem Bösen widerstehen? Offensichtlich ja! Vielleicht aus dem Grunde, daß ALLE Menschen grundsätzlich dazu berufen sind Gottes Kinder zu werden?
Vielleicht aus dem Grunde, daß grundsätzlich ALLE Menschen nach dem Bilde Gottes geschaffen wurden?

Der Dienst

So viele freikirchliche Christen sprechen vom sogenannten „Dienst“ in der Gemeinde. Herumreisende Prediger haben einen „Dienst“, der Prophetie, Heilung oder die Verkündigung des Evangeliums beinhaltet.
Es gibt große und kleine Dienste, aber zumeist hat der „Dienst“ damit zu tun, daß der Diener auf einer großen oder kleinen Bühne oder Kanzel über der Versammlung residiert, um von oben herab seine Weisheiten kundzutun oder dem Fußvolk seine Begabungen vorzuführen. Und sehr häufig verlangen die „Diener“ eine Menge Geld für ihre Dienstleistungen. Manche kommen erst gar nicht, wenn nicht eine bestimmte Summe der Bezahlung garantiert wird.
Warum erinnern mich diese sogenannten Dienste nur so häufig an das genaue Gegenteil des Begriffes vom Dienen? Oft scheint mir der Dienst mehr wie ein Machtinstrument um an die Wolle der Schafe zu kommen und diese auszunutzen. Es geht um Status und Ehre, es geht darum jemand in der Gemeinde zu sein und Anerkennung zu erheischen. Kurz gesagt um das genaue Gegenteil von dienen.
Das Beispiel und Vorbild des Dienens von Jesus ist ein Anderes:

Joh 13,3 …obgleich Jesus wußte, daß ihm der Vater alles in die Hände gegeben habe und daß er von Gott ausgegangen sei und zu Gott hingehe,steht er vom Mahle auf, legt seine Kleider ab, nimmt einen Schurz und umgürtet sich;darauf goß er Wasser in das Becken und fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Schurz zu trocknen, mit dem er umgürtet war.

Jesus begegnete den Jüngern nicht nur auf Augenhöhe – er erniedrigte sich unter sie und machte sich selbst zu nichts obwohl er der König und Herrscher des Himmels war und ist.
Das was wir gemeinhin als Dienst bezeichnen ist leider allzuoft nichts als ein Etikettenschwindel!

Käßmanns Promille

Hämische männliche Gemüter werden jetzt sagen: „Frau am Steuer, das wird teuer“! Und sie haben natürlich recht. Wie viele gedankenlose Nachahmerinnen wird dieser Mensch in seiner „Vorbildfunktion“ nun wohl haben? Wie viele Frauen werden sich jetzt als Folge volltrunken ans Steuer setzen und rote Ampeln überfahren? Käßmanns Promille weiterlesen

Vorsicht Tradition!

Sehr guter Artikel von Storch.

Vor Jahren war ich mit einem Freund im Auto unterwegs. Wir hatten den einen oder anderen Joint geraucht und waren entsprechend etwas platt. Wir fuhren über eine Strasse und als ich aufschaute, kam das Auto vor uns immer näher. Es fuhr um einiges langamer als wir und mein Kollege fuhr einfach immer weiter.

„Brems!“, rief ich und er tat es.
Mittlerweile stand das Auto vor uns an einer roten Ampel (aha, deswegen fuhr es so langsam) und wir liessen etwas Gummi auf dem Asphalt, kamen aber noch rechtzeitig zum Stehen.
„was geht? Hast Du den nicht gesehen?“, fragte ich.
„Doch, gesehen habe ich ihn schon…“
„…aber? …“
„…irgendwie habe ich ihn nicht wahrgenommen.“

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Pilotprojekt Grundeinkommen in Namibia – Eine Erfolgsgeschichte!

charlidoudidouBargeld für alle!

Otjivero. Die Sonne scheint für alle an diesem Morgen in Otjivero, einer 1200-Einwohner-Gemeinde gut 100 Kilometer östlich von Namibias Hauptstadt Windhuk.

Sana Gaueroman wärmt sich in ihren Strahlen, während sie vor der Krankenstation des Dorfes darauf wartet, dass ihre zweijährige Tochter Paloma zur Polioimpfung aufgerufen wird. Eigentlich hätte sie die schon kurz nach der Geburt bekommen sollen, aber das konnte ich mir nicht leisten, gesteht die arbeitslose Mutter. Vier namibische Dollar kostet die Impfung, 32 Euro-Cent. Aber die hatte Gaueroman nie übrig. Das hat sich geändert. In Otjivero fließt das Geld garantiert. Jeder Bürger erhält monatlich 100 Namibia-Dollar (acht Euro). Pilotprojekt Grundeinkommen in Namibia – Eine Erfolgsgeschichte! weiterlesen

Gottesdienste sollten abgeschafft werden!

Nein, ich bin immer noch ein überzeugter Christ! Nein, ich bin immer noch nicht vom Glauben abgefallen! Nein, ich liebe die Gemeinschaft mit anderen Christen immer noch!
Aber was sagt die Bibel eigentlich über den Gottesdienst? – Hier kommt eine Antwort:

Jak 1,27 Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott und dem Vater ist dieser: Waisen und Witwen in ihrer Bedrängnis zu besuchen, sich selbst von der Welt unbefleckt zu erhalten.

Ach was, und ich dachte immer, Gottesdienst wäre, wenn wir alle in die Kirche oder Gemeinde gehen, zusammen singen und beten und dann eine schöne Predigt vom Pastor hören. Gottesdienste sollten abgeschafft werden! weiterlesen

Christsein und Fasten -Das neue Blogstock –

Ein Stöckchen kam von Günter Jott geflogen, der es von Haso gewurft bekommen hatte.
Noch einmal für Det und andere Blogger: Ein Stöckchen zugeworfen bekommen bedeutet, daß der Autor eines Artikels einem anderen Blogger die Aufgabe stellt, zu einem bestimmten Thema etwas bestimmtes zu schreiben.
Das ist 1. Lustig und man gewinnt 2.Freunde in Bloggerkreisen dazu . 3. Es stärkt das christliche Menschenfischernetz im „Netz“. 4. Ist man gezwungen sich ein paar gute Gedanken zu machen, was auch nicht schadet. Und 5. ist es interessant, sich die verschiedenen Ansätze und Vorstellungen der Anderen anzuschauen: Man lernt selbst etwas dazu!
Also werde ich in diesem Sinne das Stöckchen an Det und Günter Hess weiterschmeißen und bin mal gespannt, ob die Zeit haben werden, es noch an andere Blogger weiterzuwerfen.

1. Hast Du schon mal bewußt gefastet?
Ja, des öfteren. Oft einen Tag. Manchmal 2. Ich glaube mein Rekord steht bei 7 Tagen, bin mir aber nicht mehr sicher. können auch nur 5 gewesen sein. (Habe kein persönliches Guiness-Buch der Rekorde angelegt)
Teilfasten habe ich auch mal ab und zu gemacht. (z.B. Nur Salat essen)

2. Was ist der Sinn von Fasten Deiner Meinung nach?
Fasten im christlichen Sinne dient nicht dazu, meinem Gebetsanliegen mehr Gewicht zu geben und Gott damit sozusagen die Daumenschrauben anzulegen, damit er meinen Wünschen eher nachgibt.
Es ist eher eine Konzentrationsübung auf Gott und seine Welt. Man sollte es dafür nutzen, die freie Zeit, die sonst fürs Essen und Essenszubereitung draufgeht, für das Gebet oder das Nachdenken über Gottes Wort zu nutzen.
Es hilft dabei, den Willen Gottes zu erkunden. Man wird sensibler für geistliche Dinge und die eigenen Sinne werden geschärft.
Wenn man sehr lange fastet, kann es sein, daß man Einblicke in die unsichtbare Wirklichkeit erhält, die man sonst nicht bekommen hätte.

3. Wirst Du in diesem Jahr in der Fastenzeit fasten?
Nein, sicher nicht. Ich hätte es zwar aus verschiedenen Gründen nötig, aber ich faste nur nach Lust und Laune. (Eigentlich irgendwie dumm, wenn man den Segen bedenkt)
Aber wenn ich den Eindruck habe, daß Gott mich daraufhin anspricht, werde ich wieder mal fasten. (Wenn ichs nicht wieder mal verdödele)

4.Ist Fasten ein Thema in der Gemeinschaft, in der Du lebst?
Nur zum Abnehmen, wir sind in der Hauskirche z.Zt. einfach mit ganz anderen Themen beschäftigt und wahrscheinlich zu „fleischlich“ dafür.

Und ab geht das Stöckchen zu Don Günter und Det! ;-))