Depressionstest

Krankheitseinsicht ist überhaupt erst die Basis für eine erfolgversprechende Therapie.
Ohne die Anerkennung meiner Symptome als ernsthafte psychische Störung, gibt es weder für Seelsorger noch Therapeuten eine Arbeitsgrundlage. Jahrelang habe ich meine Depressionskrankheit geleugnet, obwohl mich verschiedene Hausärzte mehrfach darauf angesprochen hatten. „Ich bin ein Mann des Glaubens“, sagte ich mir innerlich dabei. „Die wollen mich doch nur vom Glauben abbringen, auf den ich alle meine Hoffnung setze. Schließlich bin ich Ältester, Bibellehrer und Lobpreisleiter! Was wäre das denn ein Zeugnis für die Kraft und Hilfe Gottes, wenn ich ärztliche Hilfe in Anspruch nähme? Ich wäre als Prediger dann doch völlig unglaubwürdig“
So oder ähnlich predigte mir mein innerer Kritiker Jahrzehntelang!
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Alles Psychos?

psychoIn meinem neuen Blog „Alles Psychos?“ will ich Hilfen zur Diagnose und Therapie von psychischen Erkrankungen geben. Mein Leben lang habe ich immer wieder unter Depressionen gelitten und hatte wenig Hilfe auf dem Weg. Einige Jahre hatte ich ein symptomfreies Intervall, aber die Depressionen kamen (oft in versteckter Form) immer wieder. Die Freikirchen, in denen ich Mitglied war boten wenig Verständnis und Hilfe für meine psychischen Probleme dar. Das wurde natürlich auch durch den Umstand erschwert, daß ich mir selbst und anderen meine Depressionskrankheit gar nicht eingestehen konnte. Die „Glaubenslehre“ tat ihr Übriges zu dieser Problematik hinzu.

Ich will in diesem neuen Blog nicht nur über meine persönlichen Erfahrungen mit der Krankheit Depression berichten, sondern stelle auch weiterführende Links zu Seelsorge- und Therapieeinrichtungen zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es in der Sidebar immer neue News zum Thema psychische Erkrankungen. Dort werden u.A. auch Themen wie Angststörung, Panikattacken und Psychosen behandelt. Ich glaube sehr wohl an das Vorhandensein einer unsichtbaren Wirklichkeit, die auch die Existenz von destruktiven geistigen Mächten und Personen beinhaltet, welche psychische Krankheiten verursachen oder begünstigen können. Allerdings wird im Raum der (Frei)Kirchen dermaßen viel Schindluder und Scharlartanerie mit diesem Thema betrieben, daß ich dies nur sehr vorsichtig und selten thematisieren werde. Seelsorge und Therapie von ernsthaften psychischen Störungen gehört meines Erachtens dringend in die Hände von Fachleuten. Die christliche Gemeinde kann aber sicher mithelfen und tragen und durch Gebet an der Heilung mitwirken.

Foto: Gabriela Camerotti

Richard Wurmbrands Antwort auf den Atheismus

Wer das ganze Video sehen möchte kann es HIER herunterladen. Es ist sehr ergreifend und anrührend und spiegelt die ganze Kraft eines Lebens im Glauben an Jesus wieder, die sich auch in scheinbar hoffnungslosen Situationen erweisen kann. Ein Plädoyer gegen die kollektive Depression in Deutschland!

Christ und psychische Krankheit

Bild: Holger Meyer (pixelio.de)

Behandlungsbedürftige Depressionen sind eine Volkskrankheit in Deutschland von der auch viele Christen nicht verschont bleiben. Viele psychisch kranke oder gestörte Menschen kommen regelmässig in unsere Gottesdienste oder sind Gemeindemitglieder in unseren Kirchen und Freikirchen. Die gute Nachricht von unserem Retter und Herrn Jesus Christus gibt vielen von ihnen eine Hoffnung auf Heilung und Befreiung und viele Pastoren und Leiter machen ihnen auch Hoffnung auf Hilfe durch Seelsorge und Gebet. Aber was passiert, wenn der Glaube, das Gebet und die Seelsorge nicht helfen? Wie gehen wir mit unseren psychisch erkrankten Gemeindemitgliedern um?

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Auf einer grünen Blumenwiese

Auf einer grünen Blumenwiese steht Freund Hein und winkt mir zu. Ich tue so als würde ich ihn nicht kennen und schaue in eine andere Richtung.
Der Himmel ist blau und strahlend, die Vögel zwitschern und freuen sich des Lebens. Die Sonne strahlt. Am Himmel sind ein paar nette weiße Wolken. In der Nähe murmelt ein Fluss.
Freund Hein steht immer noch da und winkt mir zu. Das Sonnenlicht spiegelt sich in seiner scharfen Sense. Er ist der Schnitter Tod. Will er zu mir?
Nein, nein, Du hast noch Zeit, bedeutet er mir mit einer Geste. Er spricht niemals, ist stumm, doch Du weißt trotzdem, was er sagt. Er hat so seine eigene Art zu reden.
Ein Mann liegt im Todeskampf, mitten auf der grünen Wiese. Er nimmt die bunten Blumen nicht mehr wahr, nicht den Gesang der Vögel.

Obwohl seine Lieben um ihn versammelt sind, kämpft er allein – chancenlos.
Er will leben, möchte noch bleiben, versucht den Tod aus sich herauszuwürgen. Ungläubig schaut er, kann es nicht fassen, daß ER gemeint ist – er wird doch noch gebraucht – hat eine liebe Frau und vier Kinder, die ihn lieben.
Doch Freund Hein kennt kein Erbarmen, er hat schließlich einen Auftrag. Seine Hand schließt sich fest um das Handgelenk des Sterbenden – er nimmt die scharfe Sense mit der anderen Hand und schneidet den Lebensfaden durch.
Hilfloses Entsetzen durchfährt Frau und Kinder. Die Beter werden stumm. Freund Hein trägt den Toten zu seinem Boot und rudert schnell mit ihm über den Fluss – außer Sichtweite.
Und wir alle bleiben zurück – sind stumm – erschüttert.
Jeder weint für sich allein. Einsam. Weiterlesen

Ein Psalm – von Ralle. Zur Leier gesungen.

Ich bin wütend!
Wütend auf mich und wütend auf Gott.
Wütend auf mich, weil ich mich nicht ändern kann.
Wütend auf Gott, weil er mich nicht heilt und ich weiter an mir leiden muß.

Wozu dieses sinnlose Leid?

Wozu die ständige Hoffnung auf ein Morgen, wenn sich doch nichts ändert?

Ich wünschte ich könnte schlafen – ewig schlafen – doch ich muß noch Meilen gehn, bevor ich ruhen kann.
Gibt es ein Himmelreich? Dann komme bald, Herr Jesus.

Warum diese ständige Verzweiflung? Immer wiederkehrende Belanglosigkeiten.
Gibt es eine zukünftige Hölle, oder bin ich da schon längst?

Ich bin wie Tantalus, der den Stein immerfort bergauf rollt, aber nie die Spitze des Berges erreicht. Und immer wieder entgleitet er und rollt bergab.
Ich kann nicht mehr und mag nicht mehr.
Macht mir keine neue Hoffnung, die doch nur wieder enttäuscht wird.

Die schlimmste Hölle wäre, wenn es zu den Höllenstrafen gehörte, an einen Erlöser zu glauben, der mich aus der Hölle rettet, um mich dann in das ewige Feuer zurückzuwerfen.
Immer und immer wieder.
Hoffnung auf Erlösung – die dann enttäuscht wird zu ständig tiefer gehender Pein im Sumpf des Verderbens.

Das kann kein Gott der Liebe sein, der sich so etwas ersann!
Nein so etwas gibt es nicht.
Das ewig Böse ist undenkbar und unvorstellbar.
Kein Gott der Liebe würde so etwas zulassen. – Wo ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht erlischt.

Bild: Lyra (Wikipedia)