Seelenhungersnot

Dieser Rap ist denen gewidmet, die dabei sind, Gott den Rücken zu kehren. Nicht weil sie den Glauben an ihn verloren hätten, sondern weil ihnen die Kraft fehlt, seinen vermeintlichen Ansprüchen gerecht zu werden.

Seelenhungersnot

Bin aus meinem Boot gestiegen
dir zu folgen auf dem Meer
ich ließ alles stehn und liegen
lief dir einfach hinterher
ich gab alles für dich auf
und nahm jeden Weg in Kauf
nur um diesen Durst zu stillen
der mich quält von Jugend auf

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Seelenhungersnot

Dieser Rap ist denen gewidmet, die dabei sind, Gott den Rücken zu kehren. Nicht weil sie den Glauben an ihn verloren hätten, sondern weil ihnen die Kraft fehlt, seinen vermeintlichen Ansprüchen gerecht zu werden.

Seelenhungersnot

Bin aus meinem Boot gestiegen
dir zu folgen auf dem Meer
ich ließ alles stehn und liegen
lief dir einfach hinterher
ich gab alles für dich auf
und nahm jeden Weg in Kauf
nur um diesen Durst zu stillen
der mich quält von Jugend auf

Doch ich krieg meine Seele nicht satt
sie will sich einfach nicht begnügen lassen
ich kriege meine Seele nicht satt
da ist ein Sehnen
und das lässt sich nicht in Worte fassen
und wenn ich dann in all
die andern Augen sehe
dann fühl ich keine Nähe
und ich merk
dass ich selber nicht
den Schmerz in mir verstehe

Was soll ich denn noch tun
hab doch schon so lang verzichtet
hab für dich und deinen Willen
jeden eignen Wunsch vernichtet
und nun sitz ich hier und denke
hat sich alles denn gelohnt
habe mich für dich geschunden
doch du hast mich nicht geschont

Und ich krieg meine Seele nicht satt
sie will sich einfach nicht begnügen lassen
ich kriege meine Seele nicht satt
da ist ein Sehnen
und das lässt sich nicht in Worte fassen
und wenn ich dann in all
die andern Augen sehe
dann fühl ich keine Nähe
und ich merk
dass ich selber nicht
den Schmerz in mir verstehe

Egal wo ich auch bin
selbst inmitten der Gemeinde
wo ich so gerne Freunde fänd
seh ich nur immer Feinde
sie fordern, treiben, drängen mich
und ich geb´ immer mehr
ja ich tu alles für das Lob
nach dem ich mich verzehr

Doch ich krieg meine Seele nicht satt
sie will sich einfach nicht begnügen lassen
ja ich krieg meine Seele nicht satt
da ist ein Sehnen
und das lässt sich nicht in Worte fassen
und wenn ich dann in all
die andern Augen sehe
dann fühl ich keine Nähe
und ich merk
dass ich selber nicht
den Schmerz in mir verstehe

Nun steh ich also hier
bin am Ende angekommen
frage mich ob das das Leben ist
das du für mich ersonnen
hattest du das hier vor Augen
als du starbst für meine Seele
dass ich mich nun für dich quäle
deine Ziele nicht verfehle
das ich demütig und wehmütig
nun meine Sünden zähle..

Nein ich will mich nicht begnügen
will die Hoffnung nicht begraben
es muss das echte Leben geben
und das will ich haben
werf das Joch von meiner Schulter
kämpf nicht mehr um meinen Wert
so ein Dienen ohne Liebe
ist doch durch und durch verkehrt

Und ich frag mich, kann es sein
dass ich schon lange deine Stimme
die mich in deine Nähe ruft
aus Furcht zum Schweigen bringe
und wieder hör ich dich
halte an und halte still
weil ich keine Kraft mehr habe
nicht mehr kann und nicht mehr will
muss endlich Liebe spüren
die im Innern mich berührt
meine Seele aus der Hungersnot
auf frische Weiden führt.
gib mir Leben, ich will leben
führe mich heraus ans Licht
du hast doch dein Herz gegeben
damit meines nicht zerbricht

V.K.

‚S wird Herbsteszeit

Freunde, es wird so langsam Herbst. Ich möchte mich noch gern am Sommer festkrallen, aber die Zeit schreitet unerbittlich voran. Besser ich stelle mich auf die Jahreszeit ein, als nach Gestern zu schauen, auf die Tage ungetrübten Glücks.
Die Schatten werden länger, die Luft kälter und es regnet häufiger. Die Blätter färben sich langsam und werden bald fallen.
Der Herbst hat sehr schöne Seiten. Bald wird es sich zeigen, ob ich wieder in eine gedämpfte Trauerstimmung verfalle, oder gar in Monate der Dunkelheit abtauche. Man kann ja nicht immer obenauf sein, oder? Oder doch?

Hebbel, Christian Friedrich (1813-1863)

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!

Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

Der verlorene Sohn

Ich glaube nicht, dass der Vater des verlorenen Sohnes souverän war – und huldvoll – und den guten Ausgang schon ahnte.
Liebe ist niemals souverän, sie ist sich selber ausgeliefert. Sie ist hilflos.

Trennung

Wie gern hätte ich dir
Einen Apfel gereicht zum Abschied
Dort unter der Tür
Hätte dir lächelnd die Schultern glatt gestrichen
Und dir Glück gewünscht auf deinem Weg
mein Sohn
doch du warst schon fort
ehe meine Hand dich erreichte

wie gern hätte ich dir
noch in die Augen gesagt
wovon mein Herz überfloss
doch deine Eile
ließ meinen Segensgruß verstummen
und deine liebe Gestalt
verschwamm in der Ferne

wie gern hätte ich noch gehört
ein letztes Mal, vertraut und nah
Vater
mein Vater
Doch ohne ein Wort
Wandtest du dich fort

ach, zerrissen ist mein Herz
und wie schwer wiegt die Last
so bange ist mir
um dich

mein Sohn, mein Sohn
warum hast du mich verlassen

V.K.

Der verlorene Sohn

Ich glaube nicht, dass der Vater des verlorenen Sohnes souverän war – und huldvoll – und den guten Ausgang schon ahnte.
Liebe ist niemals souverän, sie ist sich selber ausgeliefert. Sie ist hilflos.

Trennung

Wie gern hätte ich dir
Einen Apfel gereicht zum Abschied
Dort unter der Tür
Hätte dir lächelnd die Schultern glatt gestrichen
Und dir Glück gewünscht auf deinem Weg
mein Sohn
doch du warst schon fort
ehe meine Hand dich erreichte

wie gern hätte ich dir
noch in die Augen gesagt
wovon mein Herz überfloss
doch deine Eile
ließ meinen Segensgruß verstummen
und deine liebe Gestalt
verschwamm in der Ferne

wie gern hätte ich noch gehört
ein letztes Mal, vertraut und nah
Vater
mein Vater
Doch ohne ein Wort
Wandtest du dich fort

ach, zerrissen ist mein Herz
und wie schwer wiegt die Last
so bange ist mir
um dich

mein Sohn, mein Sohn
warum hast du mich verlassen

V.K.

Wovor gruselt es Dich?

Günter Jott warf mir ein nettes Blogstöckchen zu. Ich soll 5 Beispiele bringen, wovor es mich gruselt. Na denn. Der erste Punkt ist schon mal klar. Er fiel mir vorhin beim Zahnarzt ein:
1. Ich setze mich auf einen Zahnarztstuhl zur Behandlung, werde aber gefesselt und mir wird erklärt, daß jetzt so lange ohne Betäubung gebort wird, bis ich den Glauben verleugne.
2. Albträume in denen ich von Dämonen oder Vampiren verfolgt werde, vor denen es kein Entrinnen gibt.
3. McCain gewinnt die Präsidentschaft der USA, wird todkrank und Sarah Palin wird Präsidentin.
4. Ich komme in die Hölle, der Teufel führt mich in ein nettes Wohnzimmer mit bayrischem Ambiente. Ich werde im bequemsten Sessel festgeschnallt und er stellt grinsend die Hitparade der deutschen Volksmusik im Fernsehen ein. Dann muss ich endlos sämtliche Folgen hintereinander gucken.
5. Voodoo-Zauberei in Filmen oder Dokumentationen.

Und wovor gruselt es Günther Hess, Sabina Online, Talitakum und Dikoss?

Das Gulasch des Todes

Weiß nicht, ob ich diesen Tag überleben werde. Heute gibt es Gulasch. Leider waren die Paprikaschoten allesamt verschimmelt. Aber da waren noch viele frische grüne und rote Chili-Schoten, die weg mussten. Keine Ahnung, wie viele davon ich ins Gulasch reingehauen habe. 10 bis 12 oder mehr? Nichts Genaues weiß man nicht. Ich koche kreativ und aus dem Bauch heraus, so ähnlich wie ich schreibe. Beim Umrühren lecke ich schon mal den Kochlöffel ab.
Dabei wurde mir aber schon recht schwül und eine Hitzewelle kroch mir hinter die Stirn und die Speiseröhre hinab. Ob mein Körper den nahen Tod erahnt?
Ich habe dann noch nen halben Liter Wasser dazugetan – und ein paar Möhren und Zwiebeln – ach ja, und grüne Bohnen und eine Tomate. Wieder den Holzlöffel abgeleckt – nicht der geringste Unterschied!!!

Es ist definitiv das Gulasch des Todes

und dies wird vielleicht mein allerletzter Artikel hier. Eigentlich wollte ich nachher noch mit Babsi und ihren Kids in die AWD-Arena zum Fußball, denn wir haben Freikarten und wollen Hannover 96 gegen Gladbach sterben sehen. Vielleicht bleibt mir dieser Tod ja erspart – durch meinen eigenen!