>Die Weidenkirche

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Der braungebrannte Gärtner des Annastifts hats mir verraten. Am 27. Mai ist Eröffnung der Weidenkirche.

Es ist eine lebendige Konstruktion aus Weidenstämmen, die in der Erde Wurzeln schlagen und schon anfangen grün zu werden.
Das wird sicher noch ganz zuwachsen. Die Kirche ist nach allen Seiten hin offen. Auch das Dach! Ist das nicht ein schönes Gleichnis?

Eines Tages wird es dort Andachten und Gottesdienste geben, die von den Rollstuhlfahrern des naheliegenden Wohnheims für Schwerbehinderte ohne Barrieren besucht werden können.
Barrierefreie Kirchen – können wir das nicht auch im übertragenen Sinne gebrauchen?
Viel ehrenamtliche Arbeit wurde von Mitarbeitern des Annastifts in Hannover an freien Wochenenden geleistet, um das Projekt zu verwirklichen – sonst wäre es nicht finanzierbar gewesen.
Ein Dach und ein Kreuz werden demnächst noch oben angebracht – das Kreuz fungiert als Blitzableiter!
Ebenfalls ein grandioses Bild! Jesus als unser Blitzableiter – sonst hätte uns die ganze Wucht des Zornes Gottes getroffen… 

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>Das "Mysterium" der Auferstehung

Zu Ostern kommen in vielen Zeitungen und Medien Christen zu Wort, die vom „Mysterium“ der Auferstehung reden und schreiben. Jesus sei irgendwie „in uns“ auferstanden und lebe ähnlich wie andere Verstorbene in den Gedanken seiner Nachfolger weiter. Die Tatsache der Auferstehung sei irgendwie nicht greifbar und fassbar und ist von einem geheimnisvollen Schleier umgeben, den man nicht durchdringen könne. Das würde sich nur dem Glaubenden offenbaren. So oder ähnlich wird um den heißen Brei herumgeredet und versucht aus einer einfachen Tatsache eine nahezu esoterische Erfahrung zu machen.
Man könnte auch sagen: So mancher Kirchendiener oder Interpret der Bibel eiert herum, wenn es um die Auferstehung des Herrn Jesus geht. Entweder hat Paulus das schon vor 2000 Jahren geahnt, oder es gab auch damals schon Zeitgenossen (vermutlich Gnostiker) die ähnlich argumentiert haben.
Und er war der Meinung, daß man sich die ganze Sache mit dem Glauben an Jesus sparen könne, wenn man nicht an die tatsächliche und buchstäbliche Auferstehung glaubt.

1Kor 15,13 Wenn es aber keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferweckt; wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist also auch unsere Predigt inhaltslos, inhaltslos aber auch euer Glaube. Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt haben, daß er Christus auferweckt habe, den er nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden. Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt. Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden. Also sind auch die, welche in Christus entschlafen sind, verlorengegangen. Wenn wir allein in diesem Leben auf Christus gehofft haben, so sind wir die elendesten von allen Menschen.

Mit anderen Worten: Es gibt nichts Überflüssigeres, als österliche Artikelschreiber, Theologen oder Pastoren die vom „Mysterium“ der Auferstehung schwafeln.

Denn Jesus ist wahrhaftig auferstanden! 

Bild: Men in Black (Flickr.com)

Der Dienst

So viele freikirchliche Christen sprechen vom sogenannten „Dienst“ in der Gemeinde. Herumreisende Prediger haben einen „Dienst“, der Prophetie, Heilung oder die Verkündigung des Evangeliums beinhaltet.
Es gibt große und kleine Dienste, aber zumeist hat der „Dienst“ damit zu tun, daß der Diener auf einer großen oder kleinen Bühne oder Kanzel über der Versammlung residiert, um von oben herab seine Weisheiten kundzutun oder dem Fußvolk seine Begabungen vorzuführen. Und sehr häufig verlangen die „Diener“ eine Menge Geld für ihre Dienstleistungen. Manche kommen erst gar nicht, wenn nicht eine bestimmte Summe der Bezahlung garantiert wird.
Warum erinnern mich diese sogenannten Dienste nur so häufig an das genaue Gegenteil des Begriffes vom Dienen? Oft scheint mir der Dienst mehr wie ein Machtinstrument um an die Wolle der Schafe zu kommen und diese auszunutzen. Es geht um Status und Ehre, es geht darum jemand in der Gemeinde zu sein und Anerkennung zu erheischen. Kurz gesagt um das genaue Gegenteil von dienen.
Das Beispiel und Vorbild des Dienens von Jesus ist ein Anderes:

Joh 13,3 …obgleich Jesus wußte, daß ihm der Vater alles in die Hände gegeben habe und daß er von Gott ausgegangen sei und zu Gott hingehe,steht er vom Mahle auf, legt seine Kleider ab, nimmt einen Schurz und umgürtet sich;darauf goß er Wasser in das Becken und fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem Schurz zu trocknen, mit dem er umgürtet war.

Jesus begegnete den Jüngern nicht nur auf Augenhöhe – er erniedrigte sich unter sie und machte sich selbst zu nichts obwohl er der König und Herrscher des Himmels war und ist.
Das was wir gemeinhin als Dienst bezeichnen ist leider allzuoft nichts als ein Etikettenschwindel!

>Teestube Jesus Treff Hannover 1976

>Ein Dokumentarischer Streifzug durch die Jugendarbeit der Intermission mit Szenen aus der Teestube, dem Haus der Gnade, Come In und dem Büro der Intermission in der Kestnerstraße. Mit Zeugnissen der damaligen Mitarbeiter der Teestubenarbeit.
Hoffentlich werde ich für die Veröffentlichung nicht gelyncht, denn aus heutiger Sicht könnte so manches ein wenig kurios bis unfreiwillig komisch wirken…

>Mad John

>1968 brachten die Small Faces ein wunderschönes Konzeptalbum mit dem Namen „Ogden’s Nutgone Flake“ heraus. Die zweite Seite der Schallplatte beinhaltete ein musikalisches Märchen von der Reise eines kleinen Suchenden namens Happiness Stan, der sich fragte wo bei Halbmond wohl die andere Hälfte des Mondes hingegangen sei. Im laufe der Reise begegnete ihm „Mad John“, ein alter Weiser, der im Wald lebte. Ein Tramp der nicht nur die Antwort auf diese Frage wusste, sondern Stan sogar den Sinn des Lebens erkären konnte…
Ach ja…. und so einen Typen wie „Mad John“ hatte ich am Freitag zu Gast. Ein Wohnungsloser und bewusster Aussteiger der vor Heiterkeit strahlte und einen überaus zufriedenen und geistig gesunden Eindruck machte…

There was an old man who lived in the greenwood
nobody knew him or what he had done
but mothers would say to their children beware of Mad John.
John would sing with the birds in the morning
laugh with the wind in the cold end of night
but people from behind their curtains, said he’s not quite right.
John had it sussed he was living the life of a tramp
yes his bed was the cold and the damp but the sun was his friend
he was free
So here was a wise one who loved all the haters
he loved them so much that their hate turned to fear
and shaking from behind their curtains the loved ones would hear:
Ei diddelieidei diddelieidei diddelieidei…… ♪♫