Gut kommunizieren

Wir haben gestern mal wieder im Hauskreis 2 Artikel aus diesem netten, anregenden „Quadro“ gelesen.
Ich kann dieses Heft nur jedem weiter empfehlen, was ich auch in unserer Hauskirche schon getan habe. Die Bücherstube read+meet habe ich natürlich auch darauf aufmerksam gemacht, die es daraufhin bestellt und vorrätig haben.
Obwohl Kerstin Hack, die christliche Verlegerin dieses Büchleins ein sehr netter Mensch ist und selber gute Bücher schreibt, habe ich es nicht ihr zuliebe empfohlen, sondern weil ich überzeugt von dem Inhalt und der Wichtigkeit dieses Themas bin. Viele anstrengende Konflikte zwischen Männern und Frauen, bei der Arbeit oder in Freundschaften und Gemeinden ließen sich vermeiden oder lindern, wenn wir nicht so oft an einander vorbei reden- und lernen würden, wie man so kommuniziert, daß es der Andere auch versteht.
Kommunikation ist für jede Art von Beziehung elementar wichtig – In der Ehe oder Freundschaft, in der Familie und Kindererziehung, bei der Arbeit, im Verein oder der Gemeinde. Ja sogar in der Beziehung zu Gott und im Gebet!

Wir haben uns als Hauskirche vorgenommen, daß ganze Büchlein durchzulesen und zu diskutieren. Ich muß sagen: Es ist sehr sehr spannend!
Unsere Rhabarberbarbara zwingt ihren Ehemann mittlerweile dazu, mit ihr gemeinsam ab und an ein Kapitel durchzugehen. Ob das wohl gutgeht? 😉

Ein Beispiel für eheliche Kommunikation, die gewaltig in die Hose geht, habe ich kürzlich auf Youtube entdeckt.

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Ich gebe keinen Zehnten mehr

Gerade eben beim Hochfahren des PC’s dachte ich darüber nach, mich als Geizkragen zu outen, der keinen „Zehnten“ mehr in die Gemeinde gibt. Obwohl ich eigentlich sehr gerne gebe -nicht nur Geld – sehe ich nicht ein, daß dieses alttestamentarische Gesetz auch heute noch auf die Gläubigen anzuwenden ist. Die neutestamentliche Argumentationskette dafür ist außerordentlich dünn und nicht stichhaltig. Meine Hauskirche braucht den Zehnten nicht, da sie keine Ausgaben hat. Wir teilen Wurst, Käse, Räucherfisch, Salat, Getränke und Brötchen miteinander, wenn wir gemeinsam essen. Ansonsten helfen wir uns untereinander mit unseren sonstigen Gaben und Fähigkeiten, soweit Zeit und Kraft das zulässt. Weiterlesen

Hauskirche – nahe bei den Menschen

Letzten Freitag hatten wir einen genialen Abend als Hauskirche. Es war zwar ein wenig eng für 11 Personen, hat aber alles gepasst. Das gemeinsame Essen war mal wieder sehr lecker, der noch unbekannte „Neue“, den Verena eingeladen hatte, kümmerte sich mit Hingabe um den Vierjährigen Johannes von Verena, so daß sie das Abendessen regeln konnte.
Jürgen, der Unbekannte, kam beim Essen anscheinend sehr gut mit Jochen und Catrix ins Gespräch, was ich aus dem Augenwinkel erfreut registrierte, weil ich es wichtig finde, daß jemand Neues sich sofort akzeptiert und wohl in unserer Mitte fühlt. Wir sind ja schließlich Familie! Weiterlesen

Emerging Ralle

Hallo liebe Gemeinde, da bin ich wieder. Hatte wenig Zeit zum Schreiben, da Beziehungen (zu Menschen u. Gott) mir wichtiger sind, als das Schreiben.
Ich musste in der letzten Zeit haufenweise emails schreiben, um unsere emerging Hauskirche irgendwie zu koordinieren. Hauptsächlich die gemeinsamen Termine.
Der Eine kann nur Mittwoch und der Andere hauptsächlich donnerstags. Andere haben Wechselschicht und können mal so und mal so. Da wir möchten , daß möglichst viele kommen, jonglieren wir mit den Terminen und Orten, an denen wir uns treffen jede Woche so herum, daß es den meisten gut passt. Und ich habe am meisten Zeit fürs jonglieren!
Da wir in letzter Zeit aber zahlenmäßig am wachsen sind, wird es immer schwerer, alle unter einen Hut zu bekommen. Weiterlesen

Hauskirche und Weltmission?

Von Richard Schutty
(von unserer Hauskirche schon liebevoll „Schrotty“ oder „Schutty Geröllheimer“ genannt)

Ich halte es für wichtig, dass Hausgemeinden sich auch weltmissionarisch betätigen. Mit Mission meine ich hier das Engagement in einem anderen Land, zur Verbreitung des Evangliums bzw. des Reiches Gottes (mit allem, was dazu gehört – da will ich jetzt nicht drauf eingehen.)
Es ist ja so, dass durch die Art, wie wir in der Hausgemeinde Gemeinde leben, enorm viel Geld gespart wird. Weder Sonderausgaben für Pastor oder großartiges Equipment, noch Ausgaben für angemietete oder gebaute Räumlichkeiten bzw. Häuser – und viele andere Ausgaben, die wegfallen. Dadurch wird eine Menge Geld für die Mission freigesetzt.
Es wäre schade, wenn wir das freigewordene Geld dann für uns behalten – nein wir sollten genauso prüfen und Gott fragen, wo sollen die freigewordenen Ressourcen investiert werden. Da gibt es genug Möglichkeiten.
In unseren Hausgemeinden hat Gott uns zwei Sachen anvertraut – einmal haben wir eine Missionarsfamilie, die aus unserer Mitte kommt und seit einigen Jahren im Ausland ist. Wir unterstüzen sie finanziell und auch durch viele andere Liebesbeweise.
Dann engagieren wir uns noch mit Hilfsgütern und Jüngerschaftstraining in einem anderen Land und fahren dort jedes Jahr hin. Da gibt es auch viel Möglichkeiten, sein Geld gut zu investieren. Hier sind wir auch offen, andere Geschwister aus entfernten Hausgemeinden mit einzuladen.
Wir wissen, dass in diesen zwei Projekten unser Geld gut aufgehoben ist, weil wir starke persönliche Beziehungen haben. Preis dem Herrn, dass er diese Beziehungen gestiftet hat, und wir nicht nur einfach etwas organisiert haben.
risc

Freundschaft oder Dienstbeziehung?

Ein Grund, warum ich nicht mehr zu etablierten christlichen Gemeinden gegangen bin, ist folgernder:
Die Leute dort waren lieb und nett (Zumeist) und ich habe mich gut mit ihnen verstanden, aber ich kann nicht sagen, daß sich über die Jahre enge Freundschaften entwickelt hätten.
Wir waren zusammen im Lobpreisteam, im Ältestenkreis, im Putzteam oder als Hauskreis und hatten oft eine gute Zeit zusammen. Wir haben zusammen gebetet, gesungen, geputzt und den Ernst der Lage diskutiert, aber alles drehte sich um den Lauf der Gemeinde oder, wenn es gut lief, um das „Reich Gottes“, aber wenn man mal aus dem jeweiligen Team ausgestiegen war, sah man sich nur noch im Gottesdienst, obwohl man doch eigentlich eng befreundet gewesen war.
Wir hatten doch auch oft über unsere Probleme und Schwierigkeiten geredet und füreinander gebetet. Wir wussten sehr viel voneinander. Doch unsere Beziehungen waren „Dienstbeziehungen“, keine echten Freundschaften. Weiterlesen