Schlagwort-Archive: Paranoia

Der Attentäter

Anders Breivik, der Attentäter von Oslo, ist mit großer Wahrscheinlichkeit kein Psychopath sondern ein „Normaler“ wenn man den Definitionen des bekannten Psychiaters Manfred Lütz folgt. Der schreibt in seinem Buch „Irre“ (Wir behandeln die Falschen – unser Problem sind die Normalen) daß selbst Hitler oder Stalin nicht psychisch krank waren, weil psychisch Kranke gar nicht in der Lage gewesen wären über Jahrzehnte eine solche „Führungsleistung“ zu erbringen. Das was sie „geleistet“ haben war monströs und abartig – aber sie waren nicht gerichtsverwertbar schuldunfähig wie z.B. ein Schizophrener, der auf Grund von befehlenden Stimmen jemand tötet. Der Attentäter weiterlesen

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Proteste gegen „Antichrist“ Obama haben Erfolg

Im Lande der Freien und Zuhause der Tapferen haben wir Christen noch etwas zu sagen. Selbst der „Antichrist“ ist beeindruckt und signalisiert mittlerweile Kompromissbereitschaft in seiner Gesundheitsreform. Er will wahrscheinlich auf die Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse verzichten. Hurra!
Dann werden die 40 Millionen US Bürger, die sich derzeit keine Krankenversicherung leisten können der Bevölkerung nicht durch ein zu langes Leben zur Last fallen, denn lebenswichtige Operationen und teure Medikamente sind für sie nicht erschwinglich.
Auf Zahnprothesen kann man auch verzichten – wofür gibt es denn Kartoffelbrei und Suppe?
Schade, daß sozial engagierte Ärzte jetzt kaum noch Zeit für Einsätze in der dritten Welt haben – sie werden im eigenen Land gebraucht, wo auf grüner Wiese unentgeltlich in Feldlazaretts behandelt wird.
Hallelujah – Amerika ist ein Land der Pioniere. Und so soll es auch nach dem Wunsch unserer christlichen Geschwister bleiben. Wo sonst auf der Welt kann man auf Demonstrationen gegen den Präsidenten denn schon von der Polizei unbehelligt mit einem Sturmgewehr über der Schulter erscheinen? – Das gibt es nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten!

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Foto: ~C4Chaos (Flickr.com)

Alles Psychos?

psychoIn meinem neuen Blog „Alles Psychos?“ will ich Hilfen zur Diagnose und Therapie von psychischen Erkrankungen geben. Mein Leben lang habe ich immer wieder unter Depressionen gelitten und hatte wenig Hilfe auf dem Weg. Einige Jahre hatte ich ein symptomfreies Intervall, aber die Depressionen kamen (oft in versteckter Form) immer wieder. Die Freikirchen, in denen ich Mitglied war boten wenig Verständnis und Hilfe für meine psychischen Probleme dar. Das wurde natürlich auch durch den Umstand erschwert, daß ich mir selbst und anderen meine Depressionskrankheit gar nicht eingestehen konnte. Die „Glaubenslehre“ tat ihr Übriges zu dieser Problematik hinzu.

Ich will in diesem neuen Blog nicht nur über meine persönlichen Erfahrungen mit der Krankheit Depression berichten, sondern stelle auch weiterführende Links zu Seelsorge- und Therapieeinrichtungen zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es in der Sidebar immer neue News zum Thema psychische Erkrankungen. Dort werden u.A. auch Themen wie Angststörung, Panikattacken und Psychosen behandelt. Ich glaube sehr wohl an das Vorhandensein einer unsichtbaren Wirklichkeit, die auch die Existenz von destruktiven geistigen Mächten und Personen beinhaltet, welche psychische Krankheiten verursachen oder begünstigen können. Allerdings wird im Raum der (Frei)Kirchen dermaßen viel Schindluder und Scharlartanerie mit diesem Thema betrieben, daß ich dies nur sehr vorsichtig und selten thematisieren werde. Seelsorge und Therapie von ernsthaften psychischen Störungen gehört meines Erachtens dringend in die Hände von Fachleuten. Die christliche Gemeinde kann aber sicher mithelfen und tragen und durch Gebet an der Heilung mitwirken.

Foto: Gabriela Camerotti

Wilma

Wilma war die kleine Mutti meiner Frau. Sie war ihr Leben lang ein Arbeitstier gewesen. Die Küche war ihr Domizil.
Dort lagen manchmal tote Fische in der Spüle, die dort „gewässert“ wurden. Mich ekelte vor dem dreckigen Fischwasser.
Ihr großes Portemonaie lag in einer Schublade im Küchenschrank und jeder bediente sich dort, wenn er ein paar Mark brauchte.
Die große Liebe ihres Lebens war Otmar, ihr ältester Sohn. Der war Alkoholiker und als solcher oft sehr fies drauf. Grobschlächtig, zynisch und manchmal gewalttätig. Aber meistens bekam er von Anderen selbst aufs Maul, obwohl er sehr groß und stark war.
Ein geborener Looser, der nichts in seinem Leben richtig auf die Reihe bekam.
Aber Mutter beschützte ihn vor allen Unkenrufen der Familie und Umgebung, er war nunmal ihr Erstgeborener Liebling.
Otmar hatte häufig wechselnde, seltsame Frauen, mit denen er zusammen lebte.
Viele waren primitiv, einige raffiniert.
Alice, die von Mutter Wilma „Ali-Ze“ gerufen wurde, war von der raffinierten Sorte. Sie verstand es hervorragend, Intrigen zu spinnen und Keile zwischen die einzelnen Familienmitglieder zu treiben.
Bei einigen alkoholseligen Familienkrächen musste die Polizei gerufen werden, weil man sich gegenseitig beschuldigte, Geld oder teure Gegenstände gestohlen oder veruntreut zu haben.

Als meine Frau und ich Christen geworden waren, versuchten wir natürlich das Evangelium in die kaputte Familie hineinzutragen, Wilma weiterlesen