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Tod von Robert Enke wird vermarktet

Vielleicht hätte ich den „Nachtwächter“ ernster nehmen sollen, der über die HAZ von „Journaille“ sprach. Ich fand das Urteil ein wenig zu hart über meine geliebte Tageszeitung, im der ich jeden Morgen so gern schmökere.
Ich hatte auch nichts dagegen, daß in dieser Woche ausführlich über den Freitod von Robert Enke berichtet wurde. Natürlich interessierten mich die Motive und der Abschiedsbrief des auch bei mir beliebten Torwarts. Natürlich nimmt man Anteil am Schicksal seiner Witwe und denkt über die armen Lokführer nach, die durch solch einen Selbstmord auf den Gleisen traumatisiert sind.
Selbstverständlich muß auch die Krankheit Depression mehr in den öffentlichen Fokus gerückt werden, damit sie enttabuisiert werden kann. Die spontanen Trauerfeiern vorm Stadion, die Andacht in der Marktkirche und der spontane Trauermarsch waren anrührend, Ich kann verstehen, daß Menschen Rituale brauchen, um Abschied von Jemand nehmen zu können, der ihnen viel bedeutet hat. So weit – so gut. Tod von Robert Enke wird vermarktet weiterlesen

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Sind die Medien gleichgeschaltet?

Eva Hermann wurde gestern in „Kerners Talkshow“ öffentlich gekreuzigt. Darf sie jetzt nur noch beim Katholikentag öffentlich auftreten?
Ich erinnere mich an einen ähnlichen Fall , in dem jemand in jeder Fernsehshow öffentlich angepisst wurde: Drafi Deutscher. Ich war damals noch ein Kind und liebte seinen Schlager „Marmor, Stein und Eisen bricht“. Der war einfach nur Kult!
Dann kam heraus, daß er sich exhibitionistisch im Fenster seines Hauses gezeigt hatte und war weg vom Fenster. Ein für alle mal. Seine Songs wurden nicht mehr gespielt, er wurde nirgendwo mehr eingeladen, bis… tja, bis die Sexualmoral sich in Deutschland durch maßgeblichen Einfluss der 68iger Bewegung dermaßen liberalisiert hatte, daß Exhibitionismus wohl nicht mehr als so schlimm angesehen wurde. Sind die Medien gleichgeschaltet? weiterlesen