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Joe Wittrock – No Hope in Dope

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“ Nicht die Nägel haben Jesus am Kreuz gehalten, sondern seine unermesslich grosse und tiefe Liebe zu dir.“

Du glaubst deinem Lehrer, deinen Freunden, den Politikern, deinem Chef, deinen Arbeitskollegen, deiner Freundin, deinem Freund, dem Doktor, dem Professor, dem Meister, dem Ausbilder, dem Vorgesetzten und dem Dozenten. Du glaubst an das Gute, vielleicht deinem Sternzeichen, an Sternschnuppen, an das Fernsehbild. Du glaubst dem Nachrichtensprecher, dem Sachbearbeiter. Du glaubst deinen Augen und Ohren. Du glaubst an den Urknall, die Entstehung aus dem Nichts. Du glaubst deinem Hufeisen,deinem Amulett, dem Horoskop, deiner Schutzpatronin. Du glaubst an Maria, den Papst, das Internet. Du glaubst, vom Affen abzustammen. Du glaubst, ein Sandkorn zu sein, an Buddha, an das Nirwana, den Dalai Lama. Du glaubst an Mohammed. Du glaubst, dass du ein guter Mensch bist. Du glaubst an deine Jugend. Du glaubst an Drogen, Sex und Alkohol, an das Glück. Du glaubst an das Wochenende, an die Saufparty, den Urlaub, deine Gesundheit, deine Intelligenz, deine Kraft, deine Unwiderstehlichkeit. Du glaubst, glaubst … usw.usw. Warum glaubst du an alles Mögliche, nur nicht an den lebendigen Gott?!

Hier geht es zur Internet-Präsenz von Joe, der sich viel mit den Themen Sucht und Drogen und der Befreiung davon beschäftigt.

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Herzensgebete II

Nachdem ich mich vorhin gegruselt habe, weil mir auf einmal drastisch auffiel, wie Gott meinen ersten vor ihm geäußerten Herzenswunsch ganz konkret erfüllt hat, ohne daß es mir jemals bewußt wurde, will ich nun versuchen, weiterzuschreiben.
Nach meiner Konfirmandenzeit verlor ich den Gott der Bibel völlig aus den Augen. Bald experimentierte ich mit Drogen, interessierte mich für okkulte Phänomene und ließ mich in die transzendentale Meditation einführen.
Meine Gefühle und mein Denken kamen ziemlich durcheinander. Die Drogenerlebnisse rissen mich aus dem normalen Erleben der Alltagswirklichkeit heraus und ich begann, mich wie ein Fremdkörper in der Familie und Gesellschaft zu fühlen. Dazu kam eine seltsame Verliebtheit in meinen besten Freund, die ich überhaupt nicht einordnen konnte. Ich war nicht sexuell von ihm angezogen, aber seelisch total von seiner Freundschaft abhängig. Wir entwickelten ein eigenes Kommunikationssystem, welches eng mit Musik und Drogen zusammenhing und er wurde der wichtigste Mensch in meinem Leben.
Ich litt darunter, wenn er eine Freundin nach der Anderen hatte und ich mich dadurch ausgeschlossen fühlte. Dazu kamen Depressionen, die ich sowieso schon vorher hatte.
Einmal war ich so verzweifelt, daß ich mir am liebsten das Leben genommen hätte. Ich fuhr nachts mit meiner Mofa über die Hochstrasse am Raschplatz und in mir war es noch dunkeler als die Nacht draussen.
In meiner Verzweiflung fing ich laut an zu schreien: „Ist da draussen irgendjemand, der mich hören kann? Ist da irgendwer, der mir helfen kann?“ – Ich wartete auf eine Antwort, aber da war nur Stille.
Heiße Tränen liefen mir die Wangen herab, als ich zu mir selbst sagte: „Nein, da ist niemand – ich bin völlig allein!“
Aber nach diesem tränenvollen Ausbruch wurde ich innerlich ruhig. Eine Art Frieden kehrte in mir ein, und ich war nicht mehr so verzweifelt. Ich fühlte mich nicht mehr so alleingelassen, warum auch immer.