Buße von toten Werken

Hebräer 6,1 (rev. Elberfelder Bibel)

Deshalb wollen wir das Wort vom Anfang des Christus lassen […] und nicht wieder einen Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem Glauben an Gott…

Bild: Wikipedia Sisyphos-Darstellung Tizians 

Das Fundament des Glaubens im geistlichen Leben ist ebenso wichtig, wie das Fundament eines Gebäudes in der natürlichen Welt.

Je höher man bauen will, desto tiefer und solider muss die Grundlage, das Fundament sein.

Ich frage mich, ob uns als Christen allen überhaupt bewusst ist, auf welchen Grundlagen unser christlicher Glaube überhaupt beruht.

“Der Anfang des Christus“ ist laut diesem Vers im Hebräerbrief die „Buße von “toten Werken“ und der Glaube an Gott.

Tut Buße und glaubt an das Evangelium war die Botschaft, die Jesus zu Anfang seines öffentlichen Wirkens überall predigte:

Markus 1,15 Jesus sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Buße bedeutet dem Wortsinn nach eine Änderung der Gesinnung, eine Änderung unserer Denkweise.

Sie bedeutet die Umkehr von einem falschen Weg und das einschlagen des richtigen Weges, nämlich des Glaubens an das Evangelium, welches wörtlich eine “frohe Botschaft“, eine gute Nachricht bedeutet.

Die gute Nachricht ist, daß wir durch Jesus mit Gott versöhnt worden sind und Mitbürger seines Königreiches und Gottes Kinder werden können.

Die gute Nachricht ist, daß wir durch die Kraft des heiligen Geistes von neuem geboren werden und ein ganz neues Herz geschenkt bekommen!

Die gute Botschaft ist, daß das Reich Gottes ein Reich des Friedens, der Gerechtigkeit, der Freude und Heilung ist.

Und das Gott all unsere Tränen abwischen wird und uns tröstet, wie einen seine Mutter tröstet!

Gottes Königreich ist voller Licht und er befreit uns aus dem dunklen Kerker unserer Einsamkeit und Sinnlosigkeit. Er befreit aus dem Gefängnis der Depressionen und den eisernen Ketten der Angst.

Aber der Anfang all dessen ist die Abkehr von den “toten Werken“ und die Umkehr und Hinwendung zu Gott

Doch was sind eigentlich diese ominösen “toten Werke“?

Alle Taten, die von Gott, der Quelle des Lebens, wegführen bringen in letzter Konsequenz nur den geistlichen (spirituellen) Tod:

Zu allererst einmal natürlich unsere Rebellion gegen Gott, seinen Willen und seine Ordnung! Die Bibel nennt das Sünde, bzw. Zielverfehlung – oder auch Übertretung des Gesetzes Gottes.

Übrigens schützt auch Unwissenheit nicht vor Strafe und Konsequenzen und knapp daneben ist auch vorbei – eben Zielverfehlung!

Auch wenn ich in Unwissenheit etwas tödliches esse oder trinke hat das Konsequenzen: Den Tod.

Vom Tod zum Leben

Epheser 2,1 Auch euch (hat er auferweckt), die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden..

Epheser 2,8 Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;

Wir sterben geistlich durch unsere Sünden und Gesetzesübertretungen. Wir können nichts vom Leben Gottes wahrnehmen durch unsere Rebellion gegen seinen Willen und seine Wahrheit!

Aber durch seine Gnade und unseren Glauben werden wir von diesem Tod auferweckt! Wir werden gerettet und empfangen ein brandneues Leben – das wahre Leben. Und das im Überfluß!

Und das alles ist Gottes Gabe, Gottes Geschenk an uns. Selbst den Glauben an Gott können wir nicht irgendwie machen, oder produzieren – Gott erweckt ihn in uns! ER schenkt uns den Glauben wenn wir sein Wort mit einem offenen, suchenden Herzen hören oder lesen.

Unser Glaube ist ein kostbares Geschenk Gottes. Unsere Errettung aus der tödlichen Umarmung der Sünde ist ein Geschenk der Gnade Gottes. Unsere Befreiung aus dem Machtbereich des Bösen und unsere neue Geburt als Söhne und Töchter Gottes ist ein Geschenk! Die Erfüllung mit Gottes heiligem Geist ist ein Gnadengeschenk Gottes!

Wenn etwas aus Gnade und Barmherzigkeit geschenkt wird, bedeutet das, daß ich es mir nicht verdienen kann.

Wenn man für etwas arbeitet, kann man gerechter und zwingender Weise einen Lohn erwarten und sogar einklagen. Aber es ist unsinnig, für ein kostenloses Geschenk etwas bezahlen oder es abarbeiten zu wollen! Und Gott sagt im neuen Testament ausdrücklich an vielen Stellen, daß seine Gnadengaben kostenlos sind.

Trotzdem fallen sehr sehr viele Christen in alte menschliche und weltliche Muster zurück und wollen sich die Gnade Gottes immer wieder neu „verdienen“. Das ist tragisch – und es sind nichts als „tote Werke“ die wir dadurch produzieren. Und dann sind wir auch noch enttäuscht darüber, daß Gott unsere vermeintlich „heiligen“ Anstrengungen ganz und gar übersieht und uns überhaupt nicht dafür entlohnt!

1. Alles was nicht aus Glauben getan wird ist ein totes Werk

2. Alles was nicht mit Freude, sondern lediglich aus Pflichterfüllung getan wird ist ein totes Werk.

3. Alles was nicht in Frieden und Gerechtigkeit getan wird ist ein totes Werk.

4. Alles was nicht aus Liebe getan wird ist ein totes Werk.

5. Alles womit ich mir bei Gott etwas “erkaufen“ oder mit ihm “handeln“ oder ihn beeindrucken will, ist ein totes Werk.

6. Alles was ich aus falschen Motiven tue ist ein totes Werk. Z.B. aus Neid und Eifersucht, um von Menschen gesehen und anerkannt zu werden oder um mich selbst zu bestätigen.

Und alle diesen toten Werke führen letztlich zu nichts Gutem sondern von Gott weg. Sie dienen nicht seinem Königreich und helfen auch niemand um hinein zu kommen. Sie bringen nur den Tod und nichts Lebendiges und Kreatives hervor.

Deshalb sollen wir Buße von diesen Werken tun. Wir sollen umdenken, umkehren und in eine neue Richtung gehen – den Weg der Gnade und des Glaubens.

Relevante Bibelstellen zum Thema:

Röm 14,23 ..wer aber zweifelt und doch ißt, der ist verurteilt, weil es nicht aus Glauben geschieht. Alles aber, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde.

Gal 3,2  Das allein will ich von euch lernen: Habt ihr den Geist durch Gesetzeswerke empfangen oder durch die Predigt vom Glauben?

Röm 14,17  Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im heiligen Geist;

2Kor 9,7  Jeder gebe, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat: nicht mit Verdruß oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott.

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