>Manchmal dauert es länger bis der Groschen fällt

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Wikipedia: Bileams Esel

Visionen und Eindrücke
Von Beginn meiner Hinwendung zu Jesus als meinem Herrn an begleiteten visuelle Eindrücke der unsichtbaren Wirklichkeit mein Leben als Christ – beginnend mit dem Bild des Dämons welcher über mir schwebte, als für mich in besonderer Weise gebetet wurde.
Auch später hatte ich ab und zu eindrückliche „Gesichte“ die mir Tatsachen der unsichtbaren himmlischen Wirklichkeit mitteilten.
Mit einigen dieser Visionen konnte ich allerdings rein gar nichts anfangen. Sie waren und blieben mir rätselhaft obwohl ich Gott sehr häufig um Erklärungen bat. Manche verstand ich erst Jahre später, wenn bestimmte Ereignisse in meinem Leben eingetreten waren. Sie sollten mich oft auf bestimmte Dinge vorbereiten.

Toronto
1995 waren meine Frau und ich in Toronto Kanada in der „Toronto Airport Christian Fellowshipum etwas von dem Feuer der dortigen Erweckung mitzunehmen.
Die Gemeinde und die Leute die wir dort trafen waren überaus nett und recht entspannt, was mir sehr gefiel. Die erhoffte gewaltige Berührung von Gott blieb für uns beide aus – wir waren manchmal etwas neidisch wenn Geschwister auf der Bühne von ihrern großartigen Erfahrungen berichteten. Ich wollte mit aller Macht in diesen neuen „Strom des Geistes“ hineintauchen, von Gott erfüllt und mitgerissen werden.
Das einzige spektakuläre Erlebnis
daß ich hatte war eine Vision während des Lobpreises im Gottesdienst dort:
Rechts und links neben mir gewahrte ich plötzlich zwei riesenhafte Engel stehen, die fast bis unter die Decke gingen, die ich so in fünf Meter Höhe vermutete.
Und diese Engel legten mir rechts und links  ca. 5cm breite Handschellen an, die körperlich spürbar an meinen Handgelenken brannten und blieben mit mir als Gefangenem zwischen sich ruhig stehen. Nichts weiter!
Aber ich spürte das Brennen noch längere Zeit an den Handgelenken wie ein himmlisches Feuer, als die Engel schon fort waren. Nicht unangenehm aber sehr deutlich. Und sehr ehrfurchtgebietend und heilig.
Im kommenden Jahr sah ich diese Handschellen manchmal mit einer eisernen Verbindungskette daran, während ich auf der Bühne im CTZ oder einer Gemeinde predigte.
Ich fragte den Herrn ständig nach einer Erklärung für diese sich auch noch wiederholende Vision erhielt aber keinerlei Antwort von Gott.
Die Handschellen waren von Gott persönlich für mich angefertigt und konnten nichts Schlechtes für mich bedeuten, aber ich verstand nicht im Geringsten worum es da ging und rätselte so lange herum bis ich es irgendwann aufgab weiter zu fragen. Bis auf Paulus, den „Gefangenen des Herrn“ fiel mir auch kein weiteres biblisches Beispiel für etwas Ähnliches ein, aber mit dem großen Apostel wollte ich kleines Lichtlein mich nicht im Entferntesten vergleichen.

Eph 3,1  Dieserhalb ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu für euch, die Nationen…
Eph 4,1    Ich ermahne euch nun, ich der Gefangene im Herrn: Wandelt würdig der Berufung, mit der ihr berufen worden seid…

Von einem weltweiten Aposteltum war mein kleiner Dienst für den Herrn ja nun mal Lichtjahre entfert.

In einem Gespräch mit meiner Frau über diese Toronto-Vision vor kurzem hatte sie dann plötzlich eine eindeutige Auslegung dafür, die mir sofort einleuchtete und die ich als „vom Herrn“ empfinde.
„Gott wollte Dir damit sagen, daß Du gar nicht in diese Toronto-Geistesbewegung hineingehen solltest!“ 
Und mit einem Mal wurde mir klar warum ich keine Antwort oder Erklärung von Gott erhalten hatte. Ich wollte mit aller Macht und Gewalt in diesen neuen geistlichen Strom hineintauchen und mitschwimmen – wollte alles haben und mitnehmen was Gott an Gaben, Erlebnissen und geistlicher Ausrüstung dort für mich bereit hielt!

Der Weg des Bileam
Aber Gott hielt dort eben nichts Gutes für mich bereit – …weil diese Bewegung gar nicht von Ihm war. Deshalb legte er mir diese geistlichen Handschellen an damit ich nicht zu tief in eine gefälschte Erweckung hineingerate.
Erinnert sich vielleicht jemand von Euch an den guten alten Propheten Bileam? Der hielt sich damals für eine ganz große Nummer, weil er „Gesichte des Höchsten“ schaute. Er war als Prophet bekannt und sogar von Fürsten hofiert, denen er wahrsagen sollte.
Als der sich mal in den Kopf gesetzt hatte partout einen geistlichen Weg einzuschlagen, den Gott ihm nicht gezeigt hatte und der selbstgewählt war musste ihm auch ein Engel Gottes in den Weg treten!
Aber diese Geschichte konnte ja nicht auf mich zutreffen, da ich doch den Willen Gottes suchte und über Alles stellte. Aber tat ich das wirklich von ganzem Herzen oder wollte ich vielleicht auch nur so ’ne große Nummer wie der Bileam werden?

2Petr 2,15 …sie sind abgeirrt, da sie den geraden Weg verlassen haben, und sind nachgefolgt dem Weg Bileams, des Sohnes Beors, der den Lohn der Ungerechtigkeit liebte, aber eine Zurechtweisung der eigenen Gesetzlosigkeit empfing: ein stummes Lasttier redete mit Menschenstimme und wehrte der Torheit des Propheten.

Bild: Wikipedia

2 Antworten

  1. >Hallo Ralle, finde Deine Artikel, werden immer besser! Gruß Marina

  2. >hi ralf,da stimme ich marina zu, ich empfinde es auch so. nur weiter so!gruss liane

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