Hannover weint

Tschüß Robert. Wir haben Dich geliebt. Warum?
Du hast uns Woche für Woche so viel Freude gemacht. Natürlich mit Deinem Können und Deinen hervorragenden Paraden im Tor von Hannover 96.
Aber vor allen Dingen auch mit Deiner Ausstrahlung von Ruhe, Bescheidenheit und Menschlichkeit.
Wir schätzten Dein Engagement für Tiere und herzkranke Kinder und Du warst uns als Mensch ebenso wichtig wie als Nr. 1 im Tor.
Wir haben mit Dir gelitten, als Deine kleine Lara starb und für Dich gehofft, daß Du es wegstecken kannst. Du konntest es scheinbar und wir waren froh und glücklich mit Dir.
Du warst ein Beispiel für jemand der kämpferisch mit unverdienten Nackenschlägen umgeht und immer wieder aufsteht, wenn er am Boden lag. Das hat uns Mut gemacht.
Und trotz allem wurdest Du die Nummer Eins im deutschen Tor. Wir waren sicher, Du wirst im nächsten Jahr bei der WM zwischen den Pfosten stehen – Du würdest Dich nach dem letzten Niederschlag wieder aufrappeln und durchbeißen – so kannten wir Dich ja.
Und letzten Sonntag warst Du ja auch wieder voll da und als Du im Torraum angerempelt wurdest warst Du nüchtern und sachlich wie immer. Der Reporter staunte: „Der regt sich ja nicht einmal drüber auf! Wenn das jemand mit Jens Lehmann gemacht hätte, wäre der im Viereck gesprungen und wie Rumpelstilzchen auf den Angreifer losgegangen!“
Aber Du warst nicht wie Jens Lehmann. Nicht so arrogant und aufbrausend. Du hast Dich nicht so wichtig genommen sondern einfach alles für Dein Team gegeben.
Es ist mir als ob nun jemand das Rückgrat unserer Fußballmannschaft gebrochen hätte und wir sind einfach nur fassungslos und fragen warum?
Warum hast Du uns in solch einem tristen November allein gelassen? Was steht in Deinem Abschiedsbrief? Hannover ist irgendwie leer ohne Dich.
Wir werden Dich sehr vermissen. Du warst kein Idol für uns – nur ein großartiger Mensch den wir einfach sehr gern gemocht haben!

> Lies auch: Der Freitod eines Torwarts und die Ethik

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Pandemrix – Nebenwirkungen der Grippeimpfung

Im TV hieß es man könne sich einige Tage etwas schlapp und abgeschlagen fühlen und der Arm könnte an der Einstichstelle schmerzen.
Die Rede ist von Pandemrix, dem aktuellen Impfstoff gegen die Schweinegrippe.
Gestern telefonierte meine Sylle mit J., einer guten Freundin welche Tiermedizin studiert. Ihr Prof. drängte sie zur Impfung mit dem besagten Mittel, da schon viele Studenten an der TiHo durch die Schweinegrippe ausgefallen wären und er nicht auf noch mehr verzichten wolle. (Da gibt es auch Arbeit mit einer Menge Viehzeugs)
So ließ J. sich gestern impfen. Am Nachmittag kam eine SMS von ihr, daß es ihr sehr schlecht ginge. Meine Frau rief bei ihr an und mußte sich anhören, daß J. nicht Leben und nicht sterben könne. Sie hatte 40° Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen und ihr war hundeelend. Eine Hitzewelle folgte der anderen. Nicht nur der Arm tat ihr weh. Da sie kein Paracetamol und ähnliche Fiebersenker verträgt, machte sie sich kalte Wadenwickel, die kaum etwas brachten. Heute geht es ihr etwas besser und sie rief ihren Impfarzt an, welcher meinte: „40° Fieber? Das ist völlig normal. Das haben ganz viele von den Geimpften!“
J. fragte sich nun wie wohl nicht so junge und gesunde Patienten mit so einer heftigen Impfreaktion fertig werden sollen?
Das frage ich mich auch und werde erst einmal Abstand von der geplanten Impfung nehmen.
In dem Impfstoff soll sich laut unserer Freundin J. die 60fache Menge eines sonst üblichen Wirkungsverstärkers befinden. Viel hilft viel. J. hatte das heute im Internet recherchiert. Ich als Laie kann das nicht beurteilen, da ich keine Ahnung davon habe.
Die möglichen Nebenwirkungen laut Beipackzettel sind jedenfalls:

Sehr häufig:
• Kopfschmerzen
• Müdigkeit
• Schmerzen, Rötung, Schwellung oder Verhärtung an der Injektionsstelle
• Fieber
• Muskel- und Gelenkschmerzen

Häufig:
• Wärme, Juckreiz oder Blutergüsse an der Injektionsstelle
• Verstärktes Schwitzen, Schüttelfrost, grippeähnliche Symptome
• Lymphknotenschwellung an Nacken, Achsel oder Leiste

Gelegentlich:
• Kribbeln und Taubheit an Händen und Füßen
• Schläfrigkeit
• Schwindel
• Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Übelkeit
• Juckreiz, Hautausschlag
• Generelles Unwohlsein
• Schlaflosigkeit

Nach der Impfung können allergische Reaktionen auftreten, die in seltenen Fällen zum Schock führen. (Mit Todesfolge)
Interessant ist für mich irgendwie auch der Name Pandemrix. Soll der vielleicht die Panik vor einer Pandemie schüren, damit mehr Leute sich impfen lassen?
Der Wirkstoff wird neuerdings sogar Kleinkindern und Babys empfohlen. Kurz zuvor wurde noch gewarnt und zwar aus gutem Grund. Pandemrix enthält Quecksilber, welches besonders die Frühkindliche Entwicklung schon in geringen Dosen massiv beeinflussen kann. www.impfschaden.info berichtet aus einer Studie des BUND:

Chemikalien verringern den mittleren Intelligenzquotient unserer Bevölkerung. Der zumeist irreversible Schaden für heranwachsende Gehirne rührt von einer Belastung mit Quecksilber und anderen Giften her, die die Entwicklung des Nervensystems in den frühen Stadien der Kindesentwicklung schon durch viel geringere Mengen, als bisher angenommen, hemmen.
Die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen sind Neugeborene, Kleinkinder und Schwangere. Quecksilber ist besonders giftig für das sich entwickelnde Zentralnervensystem; es wird im menschlichen Körper angereichert und während der Schwangerschaft auf den Fötus übertragen. Schwangere Frauen,oder Frauen, die später Kinder haben werden, können daher unwissentlich den Fötus dem Risiko aussetzen, ernsthafte Gehirnschäden zu erlangen.

Heute (12.10.09) erreichte mich die Email einer befreundeten Ärztin die brisante weiterführende Infos über die Zusatzstoffe in Pandemrix enthielt, den Impfstoff der gegen die Schweinegrippe eingesetzt wird.
Ich kann nur jeden halbwegs vernünftigen Menschen warnen, sich mit diesem Impfstoff impfen zu lassen!
Der Inhaltsstoff Squalen soll unter Anderem für das Golfkriegssyndrom und viele andere „niedliche“ Dinge verantwortlich sein.
Und Thiomersal enthält das schon besprochene Quecksilber, den toxischsten nichtradioaktiven Stoff überhaupt!
Deshalb warnt der Der Deutsche Berufsverband der Umweltmediziner (dbu) vor der Impfung!
Es gibt ein erhebliches Gesundheitsrisiko!
Dr. med. Seefeld, ein Facharzt für innere Medizin geht in seinem Artikel auf gut recherchierte Fakten ein. Der Artikel hat sehr viele Quellenverweise und ist sicher für Ärzte und Fachleute sehr interessant und diskussionswürdig.
Aber wir können ruhig weiter gut schlafen, denn unsere Politiker und die Bundeswehr haben ja einen Impfstoff frei von diesen gefährlichen Zusatzstoffen!
Foto: Dirty Bunny (Flickr.com)

Das Thema wird von Impfgegnern und -Befürwortern auf Scienceblogs kontrovers diskutiert.
Da die Kontrahenden detailliert wissenschaftlich argumentieren sind die Kommentare für Laien nicht immer leicht zu verstehen, können die Diskussion aber voran bringen. Besonders auch die weiterführenden Links und Folgeartikel!

Lesen Sie auch:
> Schweinegrippe: Geheime Pandemrix-Verträge mit den Ländern

YES

Die Ballade von John und Yoko beginnt mit einem kleinen „Ja“ erzählte John den Reportern später:

Er erreichte, scharf beobachtet (von Yoko), das begehbare Kunstwerk „Deckengemälde“. Ein weiß gestrichener Raum war es, eine Leiter stand darin, Luft, weiter nichts. Von der Decke baumelte eine Lupe, und als er die Leiter emporstieg, konnte er durch diese Lupe eine winzige Schrift an der Decke entziffern. Es war nur ein Wort, es hieß: „YES“.
Er war begeistert.

Hätte dort an der Decke das Wort „Nein“ gestanden, wäre er aus der Ausstellung von Yoko geflohen und hätte sich nicht mehr für sie interessiert, sagt er später in einem Interview.
Was hat ihn an diesem „Yes“ wohl so fasziniert? Hat er es als große Bejahung des Lebens aufgefasst? Als großes Ja an seine eigene Person?

2Kor 1,19 Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern in ihm ist das Ja geworden; denn soviele Gottesverheißungen es gibt, in ihm ist das Ja, und deshalb durch ihn auch das Amen, Gott zum Lobe durch uns!

Auch wir als Christen sind einem großen „Ja“ begegnet, wenn wir uns Jesus zugewandt haben. Gott sagt ja zu uns Menschen. Und zwar mit ganzem Herzen. Er bekräftigt dieses Ja sogar noch mit einem Amen – So sei es! Es ist gewisslich wahr. Das Ja Gottes zu Dir und mir steht felsenfest. Und das wunderbare daran ist – es gilt allen Menschen! Auch den verkehrten. Auch den Bösen. Selbst den Politikern und Managern, den Räubern und Gewalttätern ebenso wie den Opfern der Ungerechtigkeit. Gott sagt JA zu uns allen, nur einige haben es nicht ergriffen, haben es nicht kapiert, sind nicht auf die Leiter des Wortes Gottes gestiegen und haben die Lupe des Heiligen Geistes benutzt um dieses JA erkennen zu können!
Gott sagt nicht Ja zu unserer Sünde, zu unserer Ungerechtigkeit, Gier oder Bosheit – aber er sagt JA zu uns allen auch in der größten Schwachheit und Verblendung. Auch im größten Versagen!
Gott liebt seine Menschen. Gott liebt seine Schöpfung und meint es sehr sehr gut mit uns. Er hat nur gute Absichten und Pläne mit uns allen – seien wir gläubig oder ungläubig.

Jes 65,2 Ich habe meine Hände den ganzen Tag ausgestreckt nach einem widerspenstigen Volk, das seinen eigenen Gedanken nachgeht auf einem Wege, der nicht gut ist!

Gott streckt seine Hand der Versöhnung und Hilfe einem Jeden ständig entgegen, wir müssen sie nur ergreifen. Und was machen Wir? Sollen wir nicht ebenfalls so gesinnt sein wie Gott? Sollen wir es nicht Jesus nachmachen, der dieses große JA Gottes sichtbar auf Erden verkörperte?
Sagst Du ja zu Guido Westerwelle, deinem neuen Außenminister? Sagst Du ja zu Deiner Schwiegermutter, Deinen Kindern, Deinem Mann? Sagts Du ja zum Penner oder Punker und zum Asylbewerber? Sagts Du ja zu den Moslems in der Moschee Deiner Stadt?
Und was ist mit Osama Bin Laden, Barack Obama oder George W. Bush?
Gott sagt JA zu allen Menschen und lässt seine Sonne aufgehen und den Regen regnen über Gute und Böse.
Hast Du Dich schon dem großen JA verschrieben oder bist Du noch GEGEN alle möglichen Menschen?
Das frage ich heute zuerst mich selbst.
Ich möchte mich jedenfalls von ganzem Herzen der Liebe Gottes verschreiben und das große JA anstreben. Ich möchte Jesus nachfolgen so gut ich nur kann. Möglicherweise muß ich von einigen Denkgewohnheiten und Verhaltensweisen Abschied nehmen. Gott, schenke mir bitte Deine Gnade dazu!

San Antone

Irgend Jemand aus San Antonio Texas besucht immer wieder meinen Blog. Das sagt mir zumindestens die „live traffic map“ von feedjit.
In San Antone stehen die Ruinen des weltberühmten Fort Alamo in denen die tapferen Helden Davy Crockett und Jim Bowie mit dreihundert Mann bis zum letzten Blutstropfen gegen eine gewaltige Übermacht von Mexikanern unter General Santa Ana die Stellung hielten.
Ich habe dort mal Mexikanisch gegessen – und es war überhaupt nicht scharf.
Und ein Professor einer Bibelschule hat Bernd und mir das Motel ausgegeben. Er kannte uns überhaupt nicht und wir wollten nur unseren Freund Billy Hornsby begleiten, um mal richtig Texas zu sehen 😉
Interessant war auch das Buffet bei Mc Donalds dort, welches es in dieser wunderbaren Qualität und Vielfalt in Deutschland nie gab. Oder war es Burger King? Jedenfalls gab es dort super leckere Käsesoße und scharfe Soße zum Buffet.
Wenn also hier jemand aus San Antone immer wieder aufkreuzt, kann er sicherlich auch Deutsch, denke ich 🙂
Also wer immer Du bist – grüß mir das Alamo und die Sheriffs mit Cowboyhut und Cowboyrevolver, die so aussehen wie im wilden Westen.
Wir konnten damals im Tshirt herumlaufen – es war 25° Celsius im Januar.
And God bless America!

Lektion in Fürbitte

Mt 5,44 Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und betet für die, die euch beleidigen und verfolgen…

1977 bekehrte ich mich und gab mein Leben Jesus. In dieser Zeit war ich Zivildienstleistender im Annastift und wohnte in einem kleinen Zimmer auf dem Flur direkt über der Station, auf der ich als Krankenpflegehelfer arbeitete.
Das hatte viele Vorteile, denn die lange Anfahrt mit Bus und Bahn oder dem Auto entfiel und man konnte natürlich dementsprechend länger schlafen.
Das ist bei einem Arbeitsbeginn von 6:00 Uhr morgens doch recht angenehm. Als ich noch außerhalb wohnte, musste ich zumeist schon um 4:30 Uhr aufstehen, um pünktlich zu sein.
Wenn ich nun mal abends zu lange gemacht hatte, ließ ich das Duschen sein und stand erst um fünf vor sechs auf, wenn es mir passte. Den Kaffee gab es dann ja auf Station!

Der „Pflegerflur“ hatte allerdings auch Nachteile. Zum Beispiel konnte man die quäkende Klingel der behinderten Heimbewohner eine Etage tiefer hören und hatte manchmal das Gefühl aufgefordert zu sein zur Klingel zu gehen, um nach den Bedürfnissen der Patienten zu fragen.
Dafür hat die Klingel ja den entsprechend nervigen Ton! Man sollte es sich beim Kaffetrinken in der Personalküche nicht zu gemütlich machen und rasch aufstehen, wenn ein Heimbewohner Wünsche hatte.
Ein anderer gravierender Nachteil bestand in der Tatsache, daß ein Pfleger der eigentlich außerhalb wohnte sich die 90 Mark für das Zimmer schräg gegenüber leisten konnte, um ein Notquartier zu haben, falls er einmal nach dem Spätdienst keinen Bock hatte nach Hause zu fahren. Der Spätdienst war damals erst um 22:00 Uhr vorbei, und wenn er am nächsten Morgen Frühdienst hatte, der um 6:00 Uhr begann, lohnte es sich nicht wirklich noch nach Hause zu fahren.

Eines Tages hatte Günther (derPfleger gegenüber) nach dem Spätdienst die Idee, noch mit ein paar Kollegen einen kleinen Umtrunk zu halten. Er hatte ein Kofferradio oder Plattenspieler im Zimmer, der mit der guten Laune der Kollegen immer Lauter wurde. So gegen 24:00 Uhr klopfte ich an die Tür und bat die Leute, das Radio etwas leiser zu drehen, da ich am nächsten Tag Frühschicht hatte. Man drehte das Radio für fünf Minuten leise – dafür wurde aber das Gelächter und die Unterhaltung immer lauter.
Ich konnte nicht einschlafen und die Jungs und Mädels machten so bis etwa 3:30 Uhr nachts weiter, was bedeutete, daß ich ziemlich gerädert zum Frühdienst erschien.
Na ja, man vergibt ja als Christ, das hatte ich schon gelernt und das tat ich dann auch.
Allerdings häuften sich nun die Gelegenheiten zum Vergeben ziemlich drastisch, denn die Kollegen hatten Gefallen am geselligen Beisammensein mit Umtrunk und Musik gefunden.
Direkt neben Günthers Zimmer, wo manchmal Nacht für Nacht die Partys stattfanden wohnte noch ein anderer Christ, zu dem ich einen freundschaftlichen Draht hatte.
Wir gingen ab 24:00 Uhr abwechselnd an Günthers Tür und baten mehr oder weniger dringlich um Ruhe. Leider meistens völlig ohne Erfolg.
Die Heimbewohner unter uns holten des Öfteren die Hauptnachtwache, um für Ruhe zu sorgen, die den Feiernden Bescheid sagte. Es war danach für 10 Minuten leise und ging dann wieder los.
Die Kollegen hatten einfach kein Einsehen oder Mitleid mit dem Rest des Hauses.
Mittlerweile hatte ich ein Buch über „Waffen im Kampf gegen die Mächte der Finsternis“ gelesen und fing an den Dämonen des Alkohols, der Musik und der Unverschämtheit gegenüber zu gebieten im Namen Jesu den Pflegerflur zu verlassen. Ich band auch alle Mächte der Unreinheit und Sexualität und was mir sonst noch so alles einfiel.
Kein Dämon hörte auf mich! Der Lautstärkepegel blieb unverändert und meine Nächte waren kurz. Ich bat Gott auf Knien, daß er den Leuten doch bitte Einhalt gebieten solle – doch scheinbar interessierte sich Gott nicht für mein Problem. Ich versuchte nachts die Bibel zu lesen und hörte leise Musik. Andreas mein Mitchrist drehte eines nachts seine Lautsprecherboxen direkt auf die angrenzende Wand und drehte Orgelmusik von Bach auf volle Lautstärke – er war ein Klassik-Fan. Auch das nützte nichts, so das wir beide ziemlich verzweifelt und stinksauer auf die rücksichtslosen Kollegen wurden.
Eines abends, als die Party nebenan mal wieder in vollem Gang war beschlossen Andreas und ich unsere Gebetspower zusammen zu tun um die Verheißung des gemeinsamen Gebets in Anspruch zu nehmen:

Mt 18,19 Wiederum sage ich euch: Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen werden über irgend eine Sache, um welche sie auch bitten mögen, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist.

Andreas fing an, unsere Nachbarn zu segnen und ihnen im Gebet Gutes zu wünschen. Er betete für Gottes Segen auf den Familien unserer Kollegen. Ich war etwas erstaunt über seine Art zu beten, die völlig ohne Befehle an die Dämonen auskam und tat es ihm gleich. Schließlich war es ja wichtig, daß man im Gebet übereinstimmt, um die Verheißung zu erlangen.
Über dem Segnen vergaßen wir völlig, Gott zu bitten, dem bösen Treiben doch ein Ende zu machen. Wir beteten überhaupt nicht für irgendeine Erlösung oder Hilfe und beteten auch nicht gegen unsere Zimmernachbarn sondern vergaben ihnen gemeinsam und baten den Herrn ihnen das Böse nicht anzurechnen.
Danach ging ich friedlich und freudig in mein Zimmer zurück und lächelte in mich hinein. Ich zündete mir eine Kerze an und las noch ein Kapitel in der Bibel und einen Psalm. Dann machte ich das Licht aus und schloß meine Augen zum Schlaf.
Kaum hatte ich das getan, öffnete sich gegenüber die Tür und der Erste verabschiedete sich für diesmal. Die Anderen wollten ihn zuerst nicht gehen lassen, aber er setzte sich durch. Innerhalb kurzer Zeit hatten die Anderen wohl auch die Lust verloren, gingen nach Hause und es wurde still. Es war kurz nach 24:00 Uhr.
Seitdem hörten die lauten Partys schlagartig auf! Und ich hatte eine Lektion in Fürbitte gelernt.
Es heißt nämlich FÜR-Bitte und nicht GEGEN-Bitte. Wir sollen den Leuten im Gebet nichts Schlechtes wünschen, sondern Gutes. Ich hatte vorher innerlich die Menschen verflucht und nicht gesegnet.

Röm 12,14 Segnet, die euch verfolgen; segnet, und fluchet nicht.
1Petr 3,9 und vergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, daß ihr Segen ererbet.