Nachdenkeswertes aus der Hauskirche

Gestern hatten wir einen Überraschungsgast in der Hauskirche. Ich kannte ihn noch aus der „Torontozeit“ in unserer ehemaligen Gemeinde und Bibelschule. (1994/95)
Er war seit dieser Zeit in den wildesten charismatischen Gemeinden unterwegs gewesen und hatte einige Jahre in Amerika in der Vineyard-Bewegung verbracht. Nach Jahren des „Soakens“, Lachens, umherrollens auf dem Gemeindeteppich und der immer wieder neuen Erfüllung mit dem heiligen Geist meinte dieser Überraschungsgast:

Nur durch Gebet und unter der Kraft des heiligen Geistes am Boden liegen wurde nicht eins meiner tiefen Probleme gelöst. Es machte mich eher depressiv.

Die meisten meiner Probleme besserten sich durch die Gespräche mit meinen weltlichen Freunden, Psychotherapie und dadurch, daß ich selber angefangen habe an diesen Problemen zu arbeiten!

Interessantes Statement. Es macht nachdenklich. Allerdings war das Jahr 2009 nach seinen Angaben auch das bisher übelste Jahr seines bisherigen Glaubenslebens gewesen und selbst der Gedanke „Existiert Gott überhaupt?“ war ihm des öfteren gekommen. Er hatte diese Frage im Gebet direkt an Gott gestellt.
Darf man so etwas fragen? Als Christ? In der Gemeinde?
Ich würde mich freuen, wenn dieser Gast nun öfter zur Hauskirche käme, denn er ist ein ausgesprochen netter Mensch 🙂