Kinder sind ein Geschenk

Ps. 127,3 Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN, und Leibesfrucht ist ein Geschenk.

Als ich als Kind einmal meinen Vater fragte, was der Sinn des Lebens sei, antwortete er mir mit einer Gegenfrage: „Was ist der Sinn von einem Apfelbaum?“ Auf meine Ratlosigkeit hin antwortete er mir: „Früchte hervorbringen!“

„Kann es denn so einfach sein?“, fragte ich mich damals. Aber warum nur soll ich mich vermehren? Um des Vermehrens willen? Um den Fortbestand der Art zu gewährleisten? Muss es nicht noch einen tieferen Sinn geben?

Jedenfalls vergaß ich diesen Satz meines Vaters mein ganzes Leben nie. Nun bin ich selbst Vater von vier erwachsenen Kindern, die mich viel Kraft und Nerven gekostet haben. Nicht alles ist glatt gegangen in unser aller Leben; aber niemals habe ich meine Entscheidung für die Ehe und unsere gemeinsame Entscheidung für Kinder bereut – im Gegenteil. Meine KInder, deren Freunde und Lebenspartner machen mein Leben reich. Wir lieben uns als Familie: Die KInder unter sich, wir Eltern lieben jedes Kind und unsere Kinder lieben uns als Eltern. Wir halten zusammen, stützen und helfen uns gegenseitig und haben einen regen Gedankenaustausch auf jeder Ebene. Ich könnte mir ein Leben ohne Familie nicht mehr vorstellen. Was wären wir einsam und arm ohne einander!

Kinder sind eine Gabe des HERRN! Das kann und möchte ich doppelt unterstreichen. Sie sind das wunderbarste Geschenk, daß Gott uns Menschen machen kann – was kann mehr Wert auf der Welt sein als ein Mensch?

Geld? Gold? Diamanten? Luxus? Macht? Ausleben unserer Triebe?

Geld schießt Tore, sagt man gern in der Fußball Bundesliga, aber selbst dieser Spruch ist nicht immer wahr, wie man am derzeitigen Tabellenstand des FC Bayern München sehen kann 🙂 Und noch viel weniger kann Geld Liebe, menschliche Nähe und Wärme kaufen. Und das hemmungslose Ausleben unserer Triebe bringt uns vielleicht Aids oder den Tripper, aber keine Geborgenheit in unserem Leben. Ein jeder Mensch sehnt sich nach Sicherheit und Geborgenheit in einer verlässlichen Partnerschaft mit einem anderen Menschen. Niemand wird gern betrogen oder geht leichten Herzens darüber hinweg, wenn sein fester Freund(in) oder Lebenspartner(in) mit jemand anders intim wird. Manche mögen vielleicht im Laufe der Zeit abstumpfen, weil sie sich Treue in einer Beziehung überhaupt nicht mehr vorstellen können, aber von Natur aus möchten wir unseren Lebenspartner mit niemandem teilen. All diese Schwärmereien von „offener Ehe“, Dreierbeziehungen oder ähnlichem Nonsens können unser eigentliches Verlangen nach fester, vertrauensvoller Bindung niemals ersetzen, sie sind nur ein Notbehelf um seelische Störungen und Beziehungsunfähigkeit zu kaschieren.

An Kleinkindern kann man hervorragend beobachten, wie wichtig feste Bezugspersonen für Kinder sind und wie schwer sie sich von ihnen trennen. Kinder sind von Natur aus die lupenreinsten Spießer die es gibt. Sie wollen feste Ordnungen und Rituale und sie wollen Eltern, die sich nicht trennen, sondern immer für sie da sind! Aber wir sind seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts ja so furchtbar schlau geworden und haben tolle neue Konzepte entwickelt, die Ehe und Familie ersetzen sollen. Und Kinderfeindlich sind wir geworden. nein, das gibt niemand zu – ich und KInderfeindlich? Aber ab zwei Babys in der Familie gilt man schon als anrüchig oder asozial. Eine Frau, die gern zu hause bleiben und Mutter sein möchte, anstatt zu arbeiten, wird als Heimchen am Herd verspottet. Ein Vater, der solches tut, dagegen als Held verehrt. – Welch ein Blödsinn!

Die Früchte eines Apfelbaums schmecken gut, wenn er gut gepflegt und behandelt wird. Ebenso ist es mit Kindern. Wenn man sie als Lebensaufgabe und Lebenssinn betrachtet, viel Liebe, Aufmerksamkeit und Zeit in sie investiert. Ein Apfelbaum kann nicht glücklich werden, wenn jemand versucht ein Motorrad aus ihm zu machen. Er ist von Natur aus dazu bestimmt Äpfel zu tragen.

Aber wir Menschen haben uns immer mehr von unserer wahren Natur entfremdet und suchen unser Glück in immer phantastischeren Kicks und Abenteuern. Doch das wahre Abenteuer liegt darin, unsere eigentliche Bestimmung, unsere wahre Natur zu finden. So einfach und doch scheinbar so schwer. Möge Gott uns dabei helfen!

Foto: Reinhold Stansich (Flickr.com)

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Eine Antwort

  1. find ich gut, donralfo! ehrlich! klasse!

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