Gute Nachrichten – schlechte Nachrichten

Foto: Stitch (Flickr.com)
Möchtest Du erst die gute Nachricht hören oder zuerst die Schlechte?
Die meisten Menschen lieben schlechte Nachrichten mehr als gute. Deshalb berichten die Medien so viel über Kriege, Krankheit, Morde und andere Verbrechen.
Es verkauft sich einfach besser. Das ist erwiesen. Gute Nachrichten interessieren viel weniger Menschen. Deshalb steht so viel über Scheidungen, Alkoholsucht und Exzesse der Stars in den Medien. Liegt es vielleicht daran, daß wir uns besser fühlen, wenn die Anderen die Buhmänner sind?
Man kann so wunderbar über Politiker und Wirtschaftsbosse schimpfen; sie geben einem ja auch oft gute Gründe dafür. Aber sind tatsächlich auch realistische Gründe die Hauptmotivation hinter unserem Meckern und Jammern über die Anderen?

Oder haben wir vielleicht einen suchtähnlichen Hang zum Nörgeln und kritisieren, weil wir einfach viel besser da stehen, wenn „die Anderen“ so viel Mist bauen?

In meinem neuen Blog auf WordPress gibt es eine wunderbare Statistikfunktion, die nicht lügt.
Ich kann genau sehen, welche Artikel von mir am meisten gelesen werden. Hier kommen die neusten Zahlen der meistgelesenen Artikel:

Platz 1: Todd Bentleys Trennung von seiner Frau – mit 441 Seitenaufrufen
Platz 2: Gesegnet durch Todd Bentley – mit 163 Seitenaufrufen.
Platz 3: Erfüller der Sehnsucht – Kritsches und Positives über Todd Bentley mit 122 Aufrufen.

Ich konstatiere: Mehr als doppelt so viele Menschen (sicher hauptsächlich Christen) wollten lieber die schlechten Nachrichten lesen. Ob es da wohl überhaupt einen Unterschied zur bösen Welt gibt?

Vielleicht kommt die gute Nachricht, das Evangelium der Rettung durch Jesus deshalb so schlecht in der Welt an, weil die Menschen das Negative einfach mehr lieben? Möglicherweise auch wir Christen?

Wieviele Kundschafter wurden von Mose in das Land Kanaan geschickt? Zwölf. Und wieviele von ihnen brachten gute Nachrichten aus dem Land mit? Nur zwei!, Die anderen brachten die schlechten Nachrichten. Und das obwohl das Land sehr schön, fruchtbar und reich war! (4Mo 13,2ff) Ist die Lage in der Gemeinde heute anders? Wie berichten wir heutzutage vom unserem Land des Glaubens? Welches innere Bild haben wir von Gott? Ist unser Gott ein guter, liebender Vater oder ein strenger Richter? Hilft und segnet er uns oder ignoriert und bestraft er uns lieber?

Und was ist mit den anderen Christen? Wie ist da unsere Wahrnehmung? Ich meine jetzt diejenigen Christen, mit denen wir nicht so eng befreundet sind und die sich in den andern Kirchen, Gemeinden und Glaubensrichtungen aufhalten. Sind die alle komisch, nicht rechtgläubig genug, lieblos, oder fehlt ihnen vielleicht der Heilige Geist? Verbreiten die Anderen meistens Irrlehren, sind sie möglicherweise sogar dämonisch inspiriert oder zu fundamentalistisch und extrem?

Ich persönlich finde das Leben mit Gott zur Zeit extrem spannend, fühle mich von ihm als Vater geliebt und verstanden. Ich spüre, daß er sich um mich kümmert und für mich sorgt. Aber ich kenne durchaus auch Zeiten des jammerns und klagens über ihn. Vor kurzem entdeckte ich eine Artikelserie von einem amerikanischen Pastor, Gregory Dickow, der seiner Gemeinde ein 40-Tage Fasten von falschem und negativen Denken empfahl. Ich fand diesen Gedanken sehr hilfreich und stelle seine Artikel (40 an der Zahl) nach und nach in meinen Blog. Mein Freund Günter J. Matthia, ist so nett, die komplette Serie mit freundlicher Erlaubnis des Pastors ins Deutsche zu übersetzen. Einen Tag von schlechten Nachrichten und Gedanken fasten ist gar nicht so schwer – eine komplette Änderung des Denkens schon.

Aber ist es nicht gerade das, was uns Jesus nahelegte, wenn er sagte: „Tut Buße und glaubt an das Evangelium?“ Dieses altmodische Wort „Buße tun“ bedeutet nämlich nichts anderes als: Kehrt um von eurem falschen Denken! Die konkordante Bibelübersetzung übersetzt: Ändert euren Denksinn! Und der zweite Teil des Satzes ist ebenso wichtig: Glaubt an die gute Nachricht! An das Evangelium des Friedens, die gute Botschaft von der Vaterliebe Gottes die allen Menschen gilt.

Und daraus soll dann auch eine Umkehr von unseren falschen Wegen folgen, nicht umgekehrt.

Lesen Sie auch:

40 Tage Fasten von falschem Denken Die Gedankendiät (ins Deutsche übersetzt v. Günter J. Matthia)

Warum jammern die Deutschen so viel? von Roland Kopp-Wichmann

Warum Veränderung nicht einfach ist und wie es dennoch klappen kann. Roland Kopp-Wichmann

Advertisements

Eine Antwort

  1. […] Grund ist klar: Medien folgen ihrer eigenen Ökonomie, nämlich der, dass sich schlechte Nachrichten besser verkaufen als gute Nachrichten. Schlechte Nachrichten erzeugen Ängste. Weil Ängste oft aus […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: