Nie wieder eigenes Feuer

Mo 3,2 Da erschien ihm der Engel des HERRN in einer Feuerflamme mitten aus dem Dornbusch. Und er sah , und siehe, der Dornbusch brannte im Feuer, und der Dornbusch wurde nicht verzehrt. Und Mose sagte sich: Ich will doch hinzutreten und dieses große Gesicht sehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt.
Als aber der HERR sah, daß er herzutrat, um zu sehen, da rief ihm Gott mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: Mose! Mose! Er antwortete: Hier bin ich.
Und er sprach: Tritt nicht näher heran! Zieh deine Sandalen von deinen Füßen, denn die Stätte, auf der du stehst, ist heiliger Boden!

Der Herr möchte, daß wir für ihn brennen und ihm voller Eifer dienen.

Röm 12,11 Im Fleiß lasset nicht nach, seid brennend im Geist, dienet dem Herrn!

Ich liebe die Prediger und Musiker, die „feurig“ im Geiste sind. Denn das Feuer der Begeisterung ist ansteckend und voller Kraft. Das Feuer des Heiligen Geistes kann Leben verändern, körperliche und seelische Krankheiten heilen und Menschen zum Glauben an Jesus und die frohe Botschaft bringen.
Aber manchmal hatte ich den Eindruck, daß diverse Diener des Herrn, die auf den Bühnen unserer Freikirchen agieren, versucht haben das Feuer des Herrn mit ihrer eigenen menschlichen Begeisterung zu entfachen. Ich habe Christen in Versammlungen und Gottesdiensten feiern und tanzen gesehen und hatte dabei einen schalen Beigeschmack im Mund. Viele Christen machen auf „geistlich“ und tun so, als wären sie vom Heiligen Geist erfüllt und wollen doch nur von anderen bewundert werden, die vielleicht nicht so intensiv den Herrn preisen, nicht so laut singen oder wild herumzappeln.
Manche Prediger neigen dazu, beim beten für Hilfesuchende dem Geist Gottes durch eigenes schieben und schubsen nachzuhelfen, wenn der Hilfesuchende nicht von selbst durch die Kraft Gottes zu Boden geht. Manche lassen sich einfach fallen oder imitieren andere Auswirkungen des Geistes, wenn für sie gebetet wird. Schließlich erwartet der Prediger oder die Gemeinde, daß der Geist Gottes sich spürbar „bewegt“.
Als Lobpreisleiter fühlte ich mich oft wie so eine Art Lokomotive, die den Gemeindezug in Gang bringen muss. Wenn die Leute nicht von alleine in Gang kamen, habe ich sie ermutigt, ihnen gut zugeredet, sie ermahnt oder wie wild musikalisch gerudert, damit die Leute in Fahrt kamen. Das war auf Dauer sehr ermüdend für mich und so erlebte ich nach einigen Jahren vollzeitigen Dienstes auch den totalen „Burnout“.
Ich war mehr als erschöpft und völlig ausgebrannt. Doch was hatte denn da viele Jahre eigentlich in mir gebrannt? War es wirklich immer das Feuer des Herrn, oder war es oft nur eine Art selbstgemachtes Feuer?
In der Geschichte vom brennenden Dornbusch sehen wir, daß das Feuer Gottes den Busch nicht verbrannte oder verzehrte. Er blieb völlig intakt und unversehrt.
Ich glaube inzwischen, daß dies eine Parallele zu unserem „Dienst“ für den Herrn ist.
Wenn wir von diesem Dienst aufgezehrt werden, wenn unser Eifer für den Herrn anfängt an unsere Substanz zu gehen und wir anfangen uns ausgebrannt zu fühlen, dann brennt da sehr wahrscheinlich ein eigenes, selbstgemachtes Feuer in uns und nicht das heilige Feuer des Herrn!
Man könnte denken, Gott würde uns immer für unseren Einsatz und unser Engagement für seine Sache loben, aber ich bin überzeugt, daß er diese eigenen Anstrengungen hasst wie die Pest. Er unterstützt unsere frommen Werke nicht, die wir nicht aus der Kraft ausführen, die er selbst uns schenkt und darreicht.
Er hasst „fremdes Feuer“!

3Mo 10,1 Aber die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen ein jeder seine Räucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten fremdes Feuer vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte. Da ging Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, daß sie starben vor dem HERRN.

Das Feuer, daß auf dem Altar unseres Herzens brennt, muss heilig sein. Es muss von Gott selbst angezündet werden. Es ist allein die echte Flamme des Herrn und das reine Feuer seines Heiligen Geistes, daß Menschen heilt, rettet und befreit.
Alle Werke die wir nicht aus seinem Geist heraus tun sind „tote Werke“ die nur die Dunkelheit vermehren und niemandem wirklich etwas bringen. Sie bringen das Reich Gottes nicht voran, weisen nicht auf Gott hin, sondern nur auf uns selbst.
Gott bekommt nicht die Ehre dafür, sondern wir selbst. Wir beweihräuchern damit nur unsere Gaben und unsere Talente oder unsere Barmherzigkeit mit leidenden oder Kranken und armen Menschen.
Ich habe mich entschieden, niemals wieder fremdes Feuer auf den Altar des Herrn zu legen. Ich möchte sehr gerne lichterloh für Gott und sein Königreich brennen!
Aber nur entzündet durch sein heiliges Feuer und nicht mein selbst erzeugtes!

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2 Kommentare zu „Nie wieder eigenes Feuer“

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