Lehrer oder Hirte?

Vor einigen Monaten besuchte ich einen alten Freund, einen Bibellehrer und Propheten.
Wir kamen auf Gaben und Berufungen zu sprechen. Er erzählte mir, daß er große Freude am Lehren des Wortes Gottes hat, aber keinerlei Bock auf Seelsorge und dergleichen.
„Ich muss den Leuten doch nicht auch noch den Arsch abwischen!“, war seine These. „Lieber bringe ich denen bei, wie sie das selber machen können.“
Hörte sich ganz vernünftig an, stellte mich aber innerlich nicht zufrieden. Ich habe ja Krankenpfleger gelernt und als solcher häufig Leuten den Arsch abwischen müssen, weil sie es eben allein nicht mehr geschafft haben. Obwohl das eine eher unangenehme Arbeit ist, hatte ich dennoch Freude daran.
Und auch im Übertragenen Sinne habe ich überhaupt nichts an dieser Arbeit auszusetzen. Warum?
Es könnte auch mal der Arsch von Jesus dazwischen sein!

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6 Antworten

  1. Es gibt natürlich Unterschiede in der Begabung / den Diensten, das hat schon der Paulus gewusst. „Sind denn alle Lehrer…?“
    Andererseits: Bei manchen (prominenten) „Dienern“ Gottes scheint mir das Dienen etwas hinten an zu stehen. Was den Dienst an den Menschen betrifft.

  2. donralfo, das haste gut gesagt. ja, mit dem dienen haben die meisten es nicht so. lehren wollen se alle – besonders be-lehren! obwohl ja JESUS auch gesagt hat, wer einer der großen sein will, soll aller diener sein, na ja das kann man schon mal überlesen… oft machen ja auch die leute, wenns riecht nicht nur die nase, sondern auch die augen zu. oh well…

  3. Natürlich gibt es unterschiedliche Begabungen, aber man muss halt auch leben, was man lehrt. Sonst ist es unglaubwürdig.

  4. @Alle: Wenn man Jesus nachfolgt und ihm ähnlicher werden will, kann man schlecht zu ihm sagen: Ich bin und bleibe aber nur Hirte, Prophet, Lehrer, Evangelist, Apostel oder Putzfrau! Wenn man Jesus nachfolgen will, gibt es für Alle das Selbe Paket. Und da ist Jesus drinne! ;-))
    Natürlich gibt es immer Dinge, die wir besser oder schlechter als Andere können. Das entbindet uns aber nicht von der Verantwortung, auch den Teil zu tun, den wir nicht so gut können. Dann machen wir den eben nicht so gut, aber wir machen ihn aus Liebe zu Jesus und unserem Nächsten. Ich hatte mal einen Freund, der total unmusikalisch war und wirklich auch nicht einen Ton richtig treffen konnte. Trotzdem war er mit Freude und Begeisterung beim Lobpreis dabei. (Gottseidank nicht so laut) Mich hat das sehr erfreut und ermutigt und Gott fand das garantiert obercool!

  5. *g* Is ja nett.
    Bei Seelsorge is das natürlich was anderes. Wer da die Spürnase nicht für den anderenfür hat, kann zuviel Schaden anrichten.

  6. *ein „für“ wieder rauspflück*

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