Hauskirche – nahe bei den Menschen

Letzten Freitag hatten wir einen genialen Abend als Hauskirche. Es war zwar ein wenig eng für 11 Personen, hat aber alles gepasst. Das gemeinsame Essen war mal wieder sehr lecker, der noch unbekannte „Neue“, den Verena eingeladen hatte, kümmerte sich mit Hingabe um den Vierjährigen Johannes von Verena, so daß sie das Abendessen regeln konnte.
Jürgen, der Unbekannte, kam beim Essen anscheinend sehr gut mit Jochen und Catrix ins Gespräch, was ich aus dem Augenwinkel erfreut registrierte, weil ich es wichtig finde, daß jemand Neues sich sofort akzeptiert und wohl in unserer Mitte fühlt. Wir sind ja schließlich Familie!

Jürgen outete sich bei unserer Vorstellungsrunde sofort als Mittelding zwischen Agnostiker und Atheist, bezeichnete sich aber als „Suchender“.

Verena hat ein Keyboard, daß sie auch zu spielen weiß. So hatten wir eine nette Zeit des Lobpreises mit Gitarre, Tasten und einem vielstimmigen Chor.
Danach entpuppte sich unsere Jule einmal mehr als „Wundertüte“ und spielte eine Sonate von Mozart auf dem Tastending.
Obwohl sie schon viele Jahre nicht mehr am Klavier gesessen hatte und einen kaputten Finger hat, hörte es sich sehr filigran an. Wir staunten alle!

Dann kam eine heiße Diskussionsrunde mit unserem suchenden Atheisten, bei der er nicht nur die bekannten Fragen, warum Gott das Böse zulässt usw. auf den Tisch brachte, sondern auch eine sehr tiefgründige Allgemeinbildung offenbarte, mit der wir kaum mithalten konnten.
So verzichteten wir diesmal aufs Bibellesen, weil die Diskussion nicht enden wollte.
Ich fand es super, wie fein einzelne von uns dem Jürgen die Argumente für den Glauben nahebrachten. Großes Lob an Alle!

Dann spielte unser Musiker Jochen am Keyboard noch einen eigenen Song über das „Ticket zum Himmel“ vor, der einfach nur galaktisch war.
Ein Abend voller Leben, an dem sich einfach Jeder intensiv beteiligt hat. – So stelle ich mir Gemeindeversammlungen vor!
Ein jeder habe etwas – Einen Psalm, eine spanische Salami, eine Lehre, ein Sixpack Alsterwasser, eine Weissagung, eine Frage oder ein Problem.
Wir teilen miteinander alles, was da ist und bauen uns gegenseitig im Glauben auf.
Und wir sind nahe bei den Menschen – auch bei den Suchenden und (noch) nicht Gläubigen.
Ich bin total glücklich über unseren Haufen!

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3 Antworten

  1. Nimmst Du mich auch in Eure Hauskirche auf?Weiß zwar nicht, wie das real funktionieren kann, weil ich ja in Bonn lebe, aber ich stelle trotzdem hiermit einen „Antrag“ auf Aufnahme…. :-)Talitakum alias Stella

  2. Hi Stella: Da wir keinen offiziellen Leiter haben, der mit dieser Autorität ausgestattet wäre, kann ich Dich weder aufnehmen, noch Deine Aufnahme verhindern ;-)Falls Du mal in Hannover bist, darfst Du selbstverständlich bei uns vorbeikommen!Es wird allerdings gern gesehen, wenn Du eine Leckerei oder was zu trinken mitbringst, da wir gemeinsam immer zu abend speisen.GrußRalle

  3. *freu*joa… ich meld mich dann wieder….Ralle…. Du bist einer der Großen im Reich Gottes….

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