Was ist mit Hannovers Gemeinden los?

Hannover ist eine Großstadt mit ca. 600.000 Einwohnern und hat ein Einzugsgebiet von etwa 1,5 Millionen Menschen, die eng mit der Hauptstadt des Landes Niedersachsen verbunden sind.
Sie kommen zum Einkaufen in die City, besuchen Theater, Kinos und Konzerte. Wir haben große Messen, viele Kneipen und Clubs mit und ohne live-Musik. Wir haben große Museen, Parks und einen alten Barockgarten. Im ganzen Jahr gibt es große und kleine kulturelle und politische Events. TV und Radio haben hier ihre Studios. Wir haben große und kleine Zeitungen und weit über hundert Verlage in der Stadt.
Bei uns sitzt der Landtag im alten Leineschloss. Wir haben einige Unis und Fachhochschulen und viele Krankenhäuser.
Die Stadt ist bunt und brummt. Sie ist Multikulturell. Ok, man kann sie nicht mit Hamburg oder Berlin vergleichen, aber sie ist ganz bestimmt kein Provinznest, wie böse Zungen manchmal behaupten.

In dieser Stadt gibt es auch viele Kirchen und freie Gemeinden. Im Umland auch. Diese werden jedoch von ihrem Umfeld nur spärlich wahrgenommen. Selten gibt es in den Medien einmal etwas vom (frei)kirchlichen Leben der Stadt zu berichten. Am meisten sicherlich von der evangelischen Landeskirche, ihrer Bischöfin Käßmann und vereinzelten Gospel– oder klassischen Konzerten in der Kirche.

Hin und wieder gab es früher gemeinsame Aktivitäten der charismatischen und evangelikalen Gemeinden wie: Ein gemeinsames Fest zur Ehre Gottes, gemeinsame Evangelisationen oder einen Jesus-Marsch. Es gab mal einen so genannten überkonfessionellen „Gebetsaltar“.
In den letzten 10 Jahren sind diese gemeinsamen Aktivitäten sehr geschrumpft.
Das Geld ist allgemein sehr knapp geworden – das liegt wohl im Bundestrend. Jede Gemeinde muss zusehen, wie sie ihre großen Räume und Säle samt Pastoren und Mitarbeitern noch finanzieren kann. Die Spendenwilligkeit schrumpft mit dem schrumpfenden Einkommen der Gemeindemitglieder.
Jede Gemeinde ist mit ihrem eigenen Programm und ihren eigenen Gottesdiensten voll ausgelastet. Überkonfessionelle gemeinsame Aktivitäten kosten Kraft und Geld.

Für diese große Stadt Hannover mit ihrem vielfältigen kulturellen und kirchlichem Angebot gibt es nur EINEN überkonfessionellen christlichen Buchladen, der für Kirchenchristen, Evangelikale und Charismatiker die ganze Woche ganztägig geöffnet ist. Read+meet in der Podbielskistrasse.
Man kann hier Musik hören, in Büchern stöbern und Tee oder Kaffee trinken. Seelsorge geschieht nebenbei. Es werden Karten für christliche Veranstaltungen verkauft. Prospekte und Flyer für christliche Werke und Gemeinden liegen aus.
Christen der verschiedensten Denominationen treffen sich hier und können sich kennen lernen.
Dieser Laden ist am Sterben und es interessiert Niemanden!
Die Notlage wurde der evangelischen Allianz in Hannover geschildert.
Ein Brief mit einem Hilferuf vom Freundeskreis der Bücherstube ging an über 3o Pastoren der Stadt. Nur 2 gaben eine Rückmeldung. Es ist offenbar nicht möglich, daß sich auch nur fünf Pastoren und Leiter von Gemeinden mal zu einem Gespräch zusammensetzen, um über eine Weiterführung der Arbeit zu reden. Offenbar sind noch nicht einmal die Gemeindeleiter der jetzigen Geschäftsinhaber an der Fortsetzung der Arbeit interessiert.
Ein Armutszeugnis!
Und ich dachte mal, die Einheit und Liebe unter den Christen wäre das Wichtigste sichtbare Zeichen für die Nichtgläubigen…
Ich dachte mal, wir wollten unsere Stadt für das Evangelium erobern.
Ich dachte mal, das Reich Gottes wäre wichtiger als die kleine lokale Gemeinde.
Was ist mit den Gemeinden in Hannover los?

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Showdown bei Aldi

Heute morgen bei Aldi um 10 vor Acht:
20 Männer mit grimmig entschlossenen Gesichtern warten auf die Öffnung der Türen.
Einige sind schon mit großen Einkaufswagen bewaffnet.
Heimliche und abschätzende Blicke werden ausgetauscht – Wer wird der Schnellere sein?
Hat jemand einen Colt im Ärmel? Wird es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen?
Stille. Schweigen. Niemand sagt auch nur ein Wort. Bloss nicht in die Karten gucken lassen.
Nur ein unvorsichtiges Greenhorn studiert intensiv den Aushang mit dem Sonderangebot, daß heute startet: Ein Multimedia-PC mit fast unglaublicher Ausstattung wird für 699 € angeboten.
Die Türen öffnen sich, das Hauen und stechen kann beginnen! Showdown bei Aldi weiterlesen

Showdown bei Aldi

Heute morgen bei Aldi um 10 vor Acht:
20 Männer mit grimmig entschlossenen Gesichtern warten auf die Öffnung der Türen.
Einige sind schon mit großen Einkaufswagen bewaffnet.
Heimliche und abschätzende Blicke werden ausgetauscht – Wer wird der Schnellere sein?
Hat jemand einen Colt im Ärmel? Wird es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen?
Stille. Schweigen. Niemand sagt auch nur ein Wort. Bloss nicht in die Karten gucken lassen.
Nur ein unvorsichtiges Greenhorn studiert intensiv den Aushang mit dem Sonderangebot, daß heute startet: Ein Multimedia-PC mit fast unglaublicher Ausstattung wird für 699 € angeboten.
Die Türen öffnen sich, das Hauen und stechen kann beginnen!

Der gößte Schwung eilt sofort wild entschlossen zur nächsten offenen Kasse und ich folge eilig.
Das müssen Eingeweihte sein.
Ich hatte mir vorher überlegt, in den Saal zu stürmen und gleich in die Reihe mit den technischen Produkten zu laufen, vertraue aber lieber der Mehrheit.
Eine Stahltür direkt neben der Kasse wird geöffnet und der Angestellte schiebt den ersten PC richtung Kasse.
Meine Befürchtung wird nicht bestätigt. Es gibt keine Rangeleien oder Gezanke und Geschimpfe.
Keine Gewalt.
Die Männer warten brav einer nach dem Anderen auf ihre Abfertigung. Ich bin schon als Fünfter an der Reihe und blättere 8 Hunderter an der Kasse hin. Einen Drucker mit Scanner und Fax gab es nämlich auch noch.
An der Nebenkasse ordert ein Unverschämter 7 externe Festplatten, die er höchstwahrscheinlich bei Ebay weiterverscheuern will.

Niemand protestiert. ?$!°#?^????


Als ich die Kasse mit meiner Beute passiert habe, grinst mich ein Zukurzgekommener mit polnischem Akzent an. Er hat keine Festplatte mehr abgekriegt und beglückwünscht mich zu meiner erfolgreichen Jagd. „Jetzt sind sie glücklich, nicht wahr?“, strahlt er mit einem Funken Neid in den Augen.
Verwirrt strebe ich dem Ausgang zu. Wie kommt es, daß ich als Herzkranker Frührentner unbehelligt mitsamt meiner Beute den Ort des Showdowns verlassen kann?
Beim Öffnen des Kofferraums blicke ich mich verstohlen um, ob da vielleicht doch noch irgendein Bewaffneter aus dem Gebüsch kommt, um mir eins über den Schädel zu ziehen und mit dem PC zu verschwinden. – Nichts dergleichen passiert. –
Als ich mit einem überschäumenden Glücksgefühl davonrase, kommt mir plötzlich die Erleuchtung – Es waren keine Frauen anwesend!
Ich fasse mir an die Stirn und sehe innerlich das Szenario vor mir, wenn sich Frauen keifend und zerrend um die Ware gestritten hätten. Ein wilder Mob, gegen den ich keine Chance gehabt hätte!
Ich habe eine neue Hochachtung vor dem deutschen Manne. Oder ist es einfach nur noch die pure Verweichlichung desselbigen?

Ein Psalm – von Ralle. Zur Leier gesungen.

Ich bin wütend!
Wütend auf mich und wütend auf Gott.
Wütend auf mich, weil ich mich nicht ändern kann.
Wütend auf Gott, weil er mich nicht heilt und ich weiter an mir leiden muß.

Wozu dieses sinnlose Leid?

Wozu die ständige Hoffnung auf ein Morgen, wenn sich doch nichts ändert?

Ich wünschte ich könnte schlafen – ewig schlafen – doch ich muß noch Meilen gehn, bevor ich ruhen kann.
Gibt es ein Himmelreich? Dann komme bald, Herr Jesus.

Warum diese ständige Verzweiflung? Immer wiederkehrende Belanglosigkeiten.
Gibt es eine zukünftige Hölle, oder bin ich da schon längst?

Ich bin wie Tantalus, der den Stein immerfort bergauf rollt, aber nie die Spitze des Berges erreicht. Und immer wieder entgleitet er und rollt bergab.
Ich kann nicht mehr und mag nicht mehr.
Macht mir keine neue Hoffnung, die doch nur wieder enttäuscht wird.

Die schlimmste Hölle wäre, wenn es zu den Höllenstrafen gehörte, an einen Erlöser zu glauben, der mich aus der Hölle rettet, um mich dann in das ewige Feuer zurückzuwerfen.
Immer und immer wieder.
Hoffnung auf Erlösung – die dann enttäuscht wird zu ständig tiefer gehender Pein im Sumpf des Verderbens.

Das kann kein Gott der Liebe sein, der sich so etwas ersann!
Nein so etwas gibt es nicht.
Das ewig Böse ist undenkbar und unvorstellbar.
Kein Gott der Liebe würde so etwas zulassen. – Wo ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht erlischt.

Bild: Lyra (Wikipedia)

Ein Psalm – von Ralle. Zur Leier gesungen.

Ich bin wütend!
Wütend auf mich und wütend auf Gott.
Wütend auf mich, weil ich mich nicht ändern kann.
Wütend auf Gott, weil er mich nicht heilt und ich weiter an mir leiden muß.

Wozu dieses sinnlose Leid?

Wozu die ständige Hoffnung auf ein Morgen, wenn sich doch nichts ändert?

Ich wünschte ich könnte schlafen – ewig schlafen – doch ich muß noch Meilen gehn, bevor ich ruhen kann.
Gibt es ein Himmelreich? Dann komme bald, Herr Jesus.

Warum diese ständige Verzweiflung? Immer wiederkehrende Belanglosigkeiten.
Gibt es eine zukünftige Hölle, oder bin ich da schon längst?

Ich bin wie Tantalus, der den Stein immerfort bergauf rollt, aber nie die Spitze des Berges erreicht. Und immer wieder entgleitet er und rollt bergab.
Ich kann nicht mehr und mag nicht mehr.
Macht mir keine neue Hoffnung, die doch nur wieder enttäuscht wird.

Die schlimmste Hölle wäre, wenn es zu den Höllenstrafen gehörte, an einen Erlöser zu glauben, der mich aus der Hölle rettet, um mich dann in das ewige Feuer zurückzuwerfen.
Immer und immer wieder.
Hoffnung auf Erlösung – die dann enttäuscht wird zu ständig tiefer gehender Pein im Sumpf des Verderbens.

Das kann kein Gott der Liebe sein, der sich so etwas ersann!
Nein so etwas gibt es nicht.
Das ewig Böse ist undenkbar und unvorstellbar.
Kein Gott der Liebe würde so etwas zulassen. – Wo ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht erlischt.