Gottesdienste sollten abgeschafft werden!

Nein, ich bin immer noch ein überzeugter Christ! Nein, ich bin immer noch nicht vom Glauben abgefallen! Nein, ich liebe die Gemeinschaft mit anderen Christen immer noch!
Aber was sagt die Bibel eigentlich über den Gottesdienst? – Hier kommt eine Antwort:

Jak 1,27 Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott und dem Vater ist dieser: Waisen und Witwen in ihrer Bedrängnis zu besuchen, sich selbst von der Welt unbefleckt zu erhalten.

Ach was, und ich dachte immer, Gottesdienst wäre, wenn wir alle in die Kirche oder Gemeinde gehen, zusammen singen und beten und dann eine schöne Predigt vom Pastor hören.
Vielleicht noch anschließend Kaffee trinken und ein wenig quatschen oder sich segnen lassen.
So was in der Art wird doch landauf, landab mit der Vokabel „Gottesdienst“ bezeichnet.
Ist es aber nicht!
Der wahre Gottesdienst findet während der gesamten Woche statt; und zwar Tag und Nacht!
Am Wochenende kommen wir dann spätestens zusammen, um uns gemeinsam vom Gottesdienst zu erholen. ;-))
Die Bibel nennt das auch gar nicht Gottesdienst, sondern
Versammlung (der Gläubigen).

1Kor 14,26 Was ist nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Offenbarung, hat eine Sprache, hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung. Wenn nun jemand in einer Sprache redet, zu zweien oder höchstens zu dritt und nacheinander, und einer lege aus.
Wenn aber kein Ausleger da ist, so schweige er in der Gemeinde, rede aber für sich und für Gott.
Propheten aber sollen zwei oder drei reden, und die anderen sollen urteilen.
Wenn aber einem anderen, der dasitzt, eine Offenbarung wird, so schweige der erste.
Denn ihr könnt einer nach dem anderen alle weissagen, damit alle lernen und alle getröstet werden.
Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan. Denn Gott ist nicht der Unordnung, sondern des Friedens. Wie in allen Gemeinden der Heiligen …
{sollen selbst Frauen nicht dauernd dazwischen quatschen, wenn gerade jemand anders etwas sagt…(Freie Übersetzung nach Don Ralfo)}

Wir gehen am Sonntag oder einem anderen Tag in ein Gebäude, daß fälschlicherweise „Kirche“ oder „Gemeinde“ genannt wird, um uns zu versammeln und gegenseitig im Glauben zu stärken und zu ermutigen.
Warum fälschlicherweise? Weil nicht das Gebäude die Kirche des lebendigen Gottes ist, sondern
wir selbst, die lebendigen Steine! (1.Petr.2,5)

So, und nun noch einmal zum mitsingen, glauben und bekennen:
Ich gehe nicht zu einem Gottesdienst, sondern
mein ganzes Leben ist ein Gottesdienst! Bei der Arbeit, in der Schule oder Uni, bei der Ausbildung, in der Familie, als Hausfrau oder Hausmann, in der Freizeit, in den Ferien, im Kino oder Konzert…., selbst wenn ich schlafen gehe oder auf dem Pott sitze.

Kol 3,17 Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn!

Gottesdienste in der herkömmlichen Form gehören abgeschaft! Und zwar radikal.
Wenn die Gemeinde zusammenkam, hat sie meistens gemeinsam gegessen und getrunken und das Abendmahl gefeiert. Da gab es regen Austausch und Gespräche. Es hat niemand auf einer Bühne gestanden und gepredigt, während die Anderen andächtig zuhörten.
Jeder brachte etwas zur Stärkung und Auferbauung der Anderen mit: Ein Lied (Psalm), eine Lehre (die nicht so lange sein durfte, daß kein Anderer mehr zum Zuge kam), eine Prophetie oder Weissagung, ein Gebet oder Gebetsanliegen. Eine Ermahnung oder Ermutigung. Ein Erlebnis mit Gott. Platz für Fürbitte oder Heilungsgebet gab es sicherlich auch nach Bedarf. Von Heilungsgottesdiensten habe ich in der Bibel nie gelesen! Denn Heilung gehört eher in den täglichen (wirklichen) Gottesdienst – den der 24 Stunden am Tag läuft. Da soll man ja eventuell auch mal die Ältesten zum Heilungsgebet rufen.

Juchuu, ich fühle mich gut! Es tut einfach gut, mal die Wahrheit zu schreiben, auch wenn sie vielleicht vielen Christen auf den Wecker geht. ;-))

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7 Antworten

  1. Hi!Guter Beitrag. Sehe vieles ähnlich.Zwar kann ich die Versammlung auch als „gemeinsamen Gottesdienst“ sehen (schließlich ist sowieso alles „Gottesdienst“ – ein mehr oder weniger guter halt), aber um dieses „24-h-Gottesdienst-Feeling“ zu fördern, finde ich diese begriffliche Unterscheidung sinnvoll.Die Art und Weise der VERSAMMMLUNGEN zu ändern … ich denke auch immer wieder darüber nach, wie das gehen könnte.Zum einen:Es gab und gibt durchaus „Lehrer“ in der Gemeinde – da ist es schon sinnvoll, wenn einige in Ruhe dasitzen und hören und prüfen.Aber irgendwie sollte dann nicht Schluss sein.Wie können sich die anderen beteiligen – und zwar nicht nur als Kollektensammler, Türsteher oder Musiker?Hast Du Ideen?Viel Segen aus Berlin!Dirk.

  2. hallo donralfo,fand den artikel wirklich gut… der wahre Gottesdienst sollte wirklich neu drüber nachgedacht werden. vor lauter fromm und geistlich sein, hat man oft keine zeit mehr sich um die armen und bedürftigen, kranken, etc. zu kümmern. wirklich gut! danke! marina

  3. @Dirk: Ja, es gibt natürlich auch Lehrer in der Gemeinde. Und wenn man ein bestimmtes Thema in der Tiefe angehen will, dauert es sicher mehr als eine halbe Stunde. Da können auch Tage und Wochen noch nicht genug sein. Ist nur die Frage, welchen Rahmen man dem Ganzen gibt. Warum nicht aus der Versammlung (Gottesdienst) ausgliedern? Z.B. in einen Glaubensgrundkurs, Jüngerschaftsschule, Gebetsschule, Bibelschule, Prophetenschule, etc. etc. ich denke das biblische Beispiel ist Paulus, der 2 Jahre lang Unterricht in der Schule des Tyrannus gab. (Apg. 19,9) Ich bin überzeugt, daß es dort auch viel Raum für Zwischenfragen und Nachfragen gab, weil es heißt: Er unterredete sich…Dort finden wir das schöne Wort nach Strongs:1256 dia-legomai< 1223 + Med. von 3004, (w. [miteinander etw.] durch-sprechen); Vb.Dep.Med. (13) Gräz.: etw. in Gedanken überlegen. I.) sich unterreden 1) sich mit jmdm. unterhalten; sich mit jmdm. auseinandersetzen über…; etw. besprechen, diskutieren; argumentieren, ein Streitgespräch führen. 2Mo 6,27; Jes 63,1; Jud 8,1; Mk 9,34; Apg 17,17; 20,7; Jud 9 ua. 2) auch allg.: reden, predigen, sprechen (mit Zwischenfragen?); eine Ansprache halten. Hebr 12,5 und viell. auch an anderen Stellen.

  4. @Dirk zum zweiten: Wie schon im Artikel gesagt ist ME die „normale“ Gemeindeversammlung davon geprägt, daß JEDER etwas mitbringt oder beiträgt! Das geht sicher nicht von heute auf morgen. Ich denke der Schlüssel ist KOMMUNIKATION. Und diese funktioniert hervorragend beim gemeinsamen Essen. Wenn man sich gut kennt, ist es einfacher, auch tiefergehende Probleme mitzuteilen oder zu erzählen, was man mit mit Gott gerade erlebt, oder welche Gedanken aus der Bibel einen gerade beschäftigen. Ich fände es auch gut, wenn offene Fragen über Gott (warum lässt Gott es zu…) einen Platz im Gottesdienst hätten.

  5. @Marina: Danke für das Lob und vor allem, daß nicht mehr „anonym“ über Deinem Eintrag steht ;-))

  6. yeah! preach it, brother!

  7. …son Mist – jetzt hat mir Günter doch glatt meinen Kommentar weggeschnappt ;-)JA – das Ding hat mich auch lange sehr beschäftigt, da gibt es einigen „Missbrauch“ mit bibl. Begriffen, die dann leider nicht nur die korrekten Bezeichnungen verändern, sondern leider werden auch die Sicht- und Handlungsweisen davon beeinflusst und geprägt…Segen!

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