Was für ein herrlicher Tag!

Heute morgen 8.30 Uhr. Heiko aus dem Bett fetzen. Heiko hat keine Arme und wohnt bei uns. Er muss jeden Tag rasiert und geduscht werden. Zähneputzen und eincremen gehört auch mit dazu.
Die Sonne scheint freundlich durch die Fenster und ich gehe kurz in den Garten.
Man könnte ja auch mal in den Gottesdienst gehen, denke ich mir so. Bernd, Jochen Rönsch und Konsorten heimsuchen und mal gucken in welchem Hinterhof die jetzt ihre Gemeinde haben.
Aufs Mopped gesetzt und ab die Post. Die Gemeinde CFH sollte ihre Straße aber auch mal neu asphaltieren, denke ich mir so, als ich die alte Herrrenhäuser Straße entlanghoppele. Zeitweise fahre ich auf dem Bürgersteig. Mit dem Mopped geht so was.
Aber was ist das? keine gemeinde zu hause, die treffen sich erst heute abend. Mopped fahren bei Sonnenschein am Sonntagmorgen ist eine feine Sache. Ich fahre einfach weiter zur Anastasis, der Gemeinde, die ich vor über 20 Jahren mal gegründet habe, 1983, oder so.
Die haben mich vor vielen Jahren wegen Inaktivität rausgeschmissen, weil ich nicht mehr zum Gottesdienst kam und auch auf die ultimative Postkarte nicht reagiert habe.
Na ja, wenn ich gesagt hätte, daß ich bleiben will, hätten sie mich auch nicht rausgeschmissen, aber anrufen hätte ja ruhig jemand mal können.
Beim Eintritt werde ich von jedem der alten Freunde mit einem großen Bohei begrüßt. Ich überlege mir, ob sie mich dort für den Hauptaktionär halten? Nein, Spaß beiseite, ich habe noch viele Freunde dort und Klaus P., die alte Nase, sagt mir, daß er heute bei sich gedacht hätte: Heute kommt der Ralle.
Der Gesang ist fröhlich und die Musik gut, voller Rhytmus. Ich muß den Takt mitklatschen. Nein freiwillig, weil der Groove gut ist, nicht was Du jetzt denkst!
Die Predigt ist Ausnahmsweise heute kurz und knackig. Ich fühle mich gedrungen zu applaudieren und tue es auch. 1. Weil die Predigt kurz war. 2. Weil die Predigt gut war. Und 3. Weil Jürgen Strahl über das Richtige Thema referierte: Christliche Freiheit. Wenn das nicht vom Herrn persönlich initiiert war?
Nach dem Gottesdienst muss ich viele Hände schütteln und auch Leute umarmen. (Vorher auch schon). Ich quatsche bei einer Tasse Kaffee mit vielen alten Konsorten übers Abnehmen, die Predigt, den Lobpreis, Alex Thomsen und die Wort-und-Geist-Bewegung, die Jesus-Freaks, Freakstock, den Herzkasper und andere Erkrankungen und über Freilandhaltung von Hühnern. Nicht zu vergessen das Fotografieren mit der Digitalkamera und mit Hagen aus der alten CFH über Musik und die „Young Continentals“
dann geht es um alte Verletzungen durchs „christliche Trainingszentrum“ und Versöhnung mit Geschwistern. Ich muss mir ohne Ende Grüße für meine Frau, meinen Sohn und meine ganze Familie merken. Den Heiko ohne Arme, der bei uns wohnt, habe ich gleich dort gegrüßt, der geht nämlich immer in die „Anna“ zum Gottesdienst.
Tja, jetzt hätte ich doch glatt das Thema „Hauskirche“ und Hauskreis vergessen, über, das wir auch noch gequatscht haben.
Man kann sich in dieser art Gemeinde oft nur schwer loseisen, weil einem auf dem Weg zum Ausgang immer noch Leute begegnen, die man umarmen muß, oder mit denen man auf dem Weg ein Schwätzchen hält.
Vor der Tür treffe ich noch zwei nette Dunkelhäutige. Vor dem Einen salutiere ich, weil er Feldwebel bei der Bundeswehr ist. Ich kenne ihn noch als kleinen Pöks aus der Kinderstunde.
Ist das Leben nicht wunder-wunderschön?

Nachtrag:
Abends sind Sylle und ich noch mit dem Fahrrad zum Maschseefest gefahren. Wir tranken auf einer Bank im Grünen ein schönes, frischgezapftes Pils und sahen der Rockn‘ Roll Band zu. Die spielte Lieder von den Shadows, Chuck Berry und Buddy Holly. Einige alte Pärchen tanzten den Rockn‘ Roll dazu. Neben uns saß ein blonder, langhaariger Portugiese, der leider nur Portugiesisch sprach. Ich hatte den Verdacht, daß er ein neuer Geheimeinkauf von Hannover 96 sein könnte.
Just a perfect day! (Lou Reed)

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Eine Antwort

  1. hallo ralle, is ja ein interessanter bericht. und ich wollte schon fragen, wie war es denn in der cfh, is bernd vor schreck umgefallen??? aber nun beissen sie sich sicher vor ärger in den hintern, dass sie deinen besuch verpasst haben und bereuen, dass sie den gottesdienst auf abends verlegt haben. ich freue mich, dass du so eine gute zeit in der anna hattest. ich bin nun inzwischen an meinem urlaubsort angekommen. es ist wunderschön hier. nun hoffe ich, dass ich ein wenig entspannen und zur ruhe kommen kann. nun grüss ma die sylle und die hauskirche ganz lieb von mir … urlaubsgrüsse von donna mar

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