Griechisches oder hebräisches Denken?

Haso mit “H” wie “Hebräisch” (von Harald Sommerfeld aus dem Blog “Hasos Tafel”)

Gelegentlich fühle ich mich von einigen Lesern missverstanden. Ich weiß, dass sie es nicht persönlich meinen, und ich nehme es auch nicht persönlich. Trotzdem möchte ich daran etwas ändern.

Die Missverständnisse, die ich meine, haben wohl etwas mit dem Unterschied zwischen “griechischem” und “hebräischem” Denken zu tun, über den auch Storch sich derzeit auslässt [1 2 3]. Er weist darauf hin, dass die “Griechen” ihre Einsichten gern abstrakt vermitteln, die “Hebräer” hingegen anschaulich. Das ist jedoch nicht der einzige Unterschied zwischen beiden Denkarten.

Wenn ein “Grieche” eine Aussage macht, will er eine Tatsache beschreiben. Wenn er einen Befehl gibt, meint er, was er sagt, und erwartet, dass man tut, was er sagt. “Hebräische” Meschalim – Sprüche im weitesten Sinn – sind jedoch oft Aussagen, die widersprüchlich, oder Befehle, die unausführbar sind. Trotzdem enthalten sie mehr “Wahrheit” als mancher korrekte “griechische” Satz. Continue reading

Lizenz zu töten?

Die Affäre um den Luftangriff in Kunduz/Afghanistan wird immer bizarrer. Offenbar hat das Kanzleramt vor dem Anschlag ein schärferes Vorgehen gegen die Taliban gebilligt.

Für mich stellt sich die Situation nun folgendermaßen dar: Die damalige Bundesregierung einschließlich der damaligen SPD-Fraktion unter Führung des Vizekanzlers Steinmeier gab der Bundeswehr und dem KSK den Auftrag gezielt auch Taliban Führer- und Kämpfer zu töten, was Oberst Klein dann auch mit der Bombardierung der Tanklastzüge geflissentlich tat. (Wobei auch ein paar Zivilisten draufgingen) Anschließend wird der gehorsame Oberst zur Zielscheibe deutscher Zivilgerichte gemacht und möglicherweise für Kriegsverbrechen angeklagt. Die Familien der zivilen Opfer werden “entschädigt”. (Wie einst so manche Opfer des 2.Weltkriegs)

Die SPD, welche die Lizenz zu töten unter dem damaligen Außenminister Steinmeier mit zu verantworten hat krakeelt nun am lautesten im Untersuchungsausschuß und im Bundestag gegen den neuen Verteidigungsminister zu Guttenberg, der nun wirklich nicht viel mit der Sache zu tun hatte und natürlich gegen die Kanzlerin, mit der sie noch vor kurzem gemeinsame Sache im Krieg gegen die Taliban gemacht hat.

Was für ein verlogener Haufen!

Kann mir irgend jemand vorwerfen, daß ich kotzen möchte? Und das ich möglicherweise bei allen kommenden Wahlen Linksaußen wähle oder mich der Stimme ganz enthalte? Man kann den Beteiligten in der Bundeswehr nur raten sich in Afghanistan möglichst aus der Schußlinie zu halten und ihre Befehlsrichtlinien zu vergessen und entsprechende Befehle zu verweigern. Wenn sie sich dran halten kommen sie in Deutschland in den Knast, während die Politiker, die ihnen das Mandat erteilt haben, so tun als hätten sie von alledem nichts gewusst!

Quelle: News.de (Hatte die Bundeswehr Taliban im Visier?)

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